Pirmasens – Landtagswahl: Bisher rund 6 500 Anträge auf Briefwahl ausgestellt

Die Möglichkeit, per Briefwahl über die Zusammensetzung des neuen Landtages zu bestimmen, erfreut sich großer Beliebtheit. Kapp zwei Wochen vor dem Urnengang am 22. März 2026 haben bereits 6 500 Pirmasenser einen entsprechenden Antrag auf Zusendung der Unterlagen gestellt.
Das entspricht gut 20 Prozent aller Wahlberechtigten. Zirka 1 000 Wahlbriefe sind bereits wieder bei der Stadtverwaltung eingegangen. In der Stadt Pirmasens mit ihren sieben Ortsbezirken sind gut 30 000 Bürger zum Urnengang aufgerufen. Zum Vergleich: 2021, bei der letzten Landtagswahl, hatten insgesamt 30 Prozent der Pirmasenser ihre Stimmen per Brief abgegeben. Damals hatte die Corona-Pandemie für einen bis dato historischen Briefwahl-Boom gesorgt.
Wer sich für Briefwahl entscheidet, muss dafür einen Antrag stellen. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich ein Vordruck, mit dem die Unterlagen angefordert werden können. Zudem ist eine elektronische Beantragung möglich – entweder über die städtische Homepage unter www.pirmasens.de/wahlen , per E-Mail unter briefwahl@pirmasens.de oder über den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung.
Wer die Briefwahl persönlich beantragen und die eigene Stimme direkt vor Ort abgeben möchte, kann dies im Rathaus am Exerzierplatz tun. Das Wahlbüro befindet sich im Ratssaal im 2. Obergeschoss und ist auch bequem mit dem Fahrstuhl zu erreichen. Die Mitarbeiter stehen montags bis donnerstags durchgehend von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr zur Verfügung. Am Freitag, 20. März, ist das Wahlbüro von 8 bis 15 Uhr sowie am Samstag, 21. März, von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Telefonisch sind die Mitarbeiter unter der Rufnummer 06331/842542 zu erreichen.
Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen müssen spätestens am Sonntag, 22. März, 18 Uhr, im Rathaus am Exe wieder eingegangen sein. Wahlbriefe können werktags im Briefwahlbüro abgegeben oder in den Hausbriefkasten am Hintereingang des Rathauses eingeworfen werden. Andere Briefkästen der Stadtverwaltung sind nicht zulässig. Bei postalischer Rücksendung empfiehlt die Stadt, die Unterlagen spätestens am Mittwoch, 18. März, aufzugeben. Für den Versand des Wahlbriefs innerhalb Deutschlands ist kein Porto zu entrichten. In den Wahllokalen dürfen indes keine Wahlbriefe angenommen werden.
Hintergrund: Am 22. März 2026 findet die Wahl zum 19. Landtag Rheinland-Pfalz statt. Das Land wird hierzu in vier Bezirke und 52 Wahlkreise eingeteilt. Die Stadt Pirmasens gehört zum Wahlkreis 48. Er umfasst neben der kreisfreien Stadt Pirmasens die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland, Hauenstein, Pirmasens-Land und Rodalben. Rund 66 000 Bürger sind im gesamten Wahlkreis wahlberechtigt. Kreiswahlleiter für den Wahlkreis 48 ist Markus Zwick, Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens. Die Stadt Pirmasens mit ihren sieben Ortsbezirken ist in 28 Stimmbezirke aufgeteilt. Die Briefwahl wird in 17 Briefwahlbezirken ausgezählt. In der Siebenhügelstadt sind rund 30 000 Personen zum Urnengang aufgerufen; rund 350 junge Menschen können zum ersten Mal ihre Stimmen bei einer Landtagswahl abgeben.
Sechs Kandidaten bewerben sich im Wahlkreis 48 um ein Direktmandat im Parlament: Markus Keller (SPD), Christof Reichert (CDU), Lutz Wendel (AfD), Steven Wink (FDP), Philipp Burkhart (Freie Wähler), Barbara Schwarz (Tierschutzpartei).
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