Pirmasens – Anhaltende Hitze: Verbot von offenem Feuer außerhalb bebauter Ortslage

Aufgrund der anhaltenden Hitze und großen Trockenheit kann jeder Funke einen verheerenden Brand auslösen. Deshalb verbietet die Stadt Pirmasens das Hantieren mit offenem Feuer außerhalb bebauter Ortsteile. Es geht dabei vor allem um Grill- und Lagerfeuer. Das Verbot umfasst auch die Nutzung von holz- und kohlebetriebenen Grills sowie Camping- und Gasgrills. Es verbietet auch die Nutzung von ausgewiesenen Grillplätzen in öffentlichen Parkanlagen und im Außenbereich. Verboten ist ausdrücklich auch das Anzünden von Fackeln, Kerzen oder ähnlichen Gegenständen wie z. B. Shishas. Ebenso untersagt ist das Abbrennen privater Feuerwerke.
Die Regelung gilt ab Freitag, 26. Juni 2026, bis auf Weiteres. Die Stadtverwaltung appelliert jedoch dringend an die Bürger, bereits jetzt auf offene Feuer zu verzichten.
Ordnungsdezernent Denis Clauer bittet die Bürger um Verständnis für diesen Schritt: „Rasenflächen, Bäume und Büsche sind ausgetrocknet. Selbst bei größter Umsicht kann ein Funke ausreichen, um einen Brand zu verursachen. Welche verheerenden Auswirkungen ein Feuer haben kann, haben wir in der Vergangenheit bereits erlebt.“ Clauer verweist auf den sogenannten Waldbrandgefahrenindex, der vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben wird. Der Index beschreibt die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände. Für ganz Pirmasens gilt demnach derzeit die zweithöchste Gefährdungsstufe (hohe Gefahr).
Von der Verbotsregelung ausdrücklich nicht betroffen sind befestigte Feuerstellen auf privaten Grundstücken innerhalb der baulichen Ortslage. Bei Nutzung dieser Feuerstellen rät die Stadtverwaltung jedoch dringend, entsprechende Löschmittel in unmittelbarer Nähe der Feuerstelle bereitzuhalten.
Bei Zuwiderhandlung gegen die Regelungen droht ein Zwangsgeld in Höhe von 300 Euro. Kontrolliert wird das Verbot durch das Ordnungsamt.
Da auch der Waldfriedhof und die Friedhöfe in den Ortsbezirken sowie auf der Ruhbank betroffen sind, wird dringend empfohlen, dort das Entzünden von Grablichtern ebenfalls zu unterlassen.
Gerade auch für den Wald gilt eine erhöhte Gefahr. Böden, Vegetation und herabgefallenes Laub sind extrem ausgetrocknet und leicht entzündlich. Spaziergänger werden daher um umsichtiges Verhalten gebeten. Auch achtlos weggeschnippte glühende Zigarettenstummel oder Glasflaschen und -scherben können Auslöser für einen Waldbrand sein. Die Verwaltung appelliert zudem dringend an alle Erholungssuchenden, die Zufahrtswege von Feldern und Waldwegen freizuhalten, damit im Ernstfall auch große Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und Rettungsdienste ausreichend Platz zur Durchfahrt haben.
Quelle: Stadt Pirmasens | Foto: v. Engelmann-Promotion (Canva))
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