Filmrolle voller Zukunftsideen für Kaiserslautern

Beim Kultursommer zum 750-jährigen Stadtjubiläum konnten Bürger ihre persönlichen Wünsche und Zukunftsideen für Kaiserslautern auf einer ungewöhnlichen Fläche festhalten: einer überdimensionalen Filmrolle. Mehr als 20 Meter voller Anregungen, Zeichnungen und Vorschläge kamen dabei zusammen.
Die Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern hat das Gemeinschaftswerk nun offiziell an Oberbürgermeisterin Beate Kimmel übergeben. Die Filmrolle zeigt eindrucksvoll, welche Themen die Menschen beschäftigen und wie groß das Interesse daran ist, die zukünftige Entwicklung der Stadt aktiv mitzugestalten.
Bürger wünschen sich mehr Grün und Aufenthaltsqualität
Besonders häufig genannt wurden Wünsche nach einer höheren Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Viele Bürger wünschen sich zusätzliche Grünflächen, mehr Bäume und Wasserflächen sowie Plätze, an denen Menschen gerne Zeit verbringen können.
Auch konsumfreie Begegnungsorte, Spielmöglichkeiten und Bewegungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen finden sich auf der Filmrolle. Die zahlreichen Vorschläge zeigen, dass sich viele Menschen eine lebendige, grüne und gemeinschaftlich nutzbare Innenstadt wünschen.
„Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Wünsche und Ideen mit uns geteilt haben“, erklärte Oberbürgermeisterin Beate Kimmel. Dieses aktive Mitdenken sei wichtig für die weitere Entwicklung der Stadt.
Ihr Dank galt ebenfalls der Künstlerwerkgemeinschaft, die mit der Aktion einen kreativen und unkomplizierten Austausch zwischen Stadtgesellschaft und Verwaltung ermöglicht habe.
Viele Ideen passen zur strategischen Stadtentwicklung
Zahlreiche Vorschläge greifen Themen auf, die bereits in früheren Beteiligungsverfahren zur Sprache gekommen sind. Nach Angaben der Oberbürgermeisterin sind viele dieser Punkte bereits Bestandteil der strategischen Stadtentwicklung.
Derzeit prüft die Stadt unter anderem, wie die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessert, die Klimaanpassung vorangebracht und öffentliche Plätze neu gestaltet werden können. Ein besonderes Thema ist außerdem die Frage, wie die Lauter im Stadtbild wieder stärker sichtbar gemacht werden kann.
Dabei müssen unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden. Nicht jeder Wunsch könne unmittelbar umgesetzt werden, betonte Kimmel. Stadtentwicklung müsse verschiedene Nutzungsansprüche sorgfältig abwägen und tragfähige Lösungen für möglichst viele Menschen schaffen.
Gerade deshalb sei der kontinuierliche Dialog mit den Bürgern von großer Bedeutung.
Filmrolle wird ausgewertet
Die auf der Filmrolle festgehaltenen Ideen werden nun von der Stadt ausgewertet. Anschließend sollen sie mit den Ergebnissen bereits durchgeführter Beteiligungsformate verglichen werden.
Ziel ist es, neue Impulse für die Entwicklung Kaiserslauterns zu gewinnen und bestehende Planungen sinnvoll zu ergänzen. Die Filmrolle soll damit nicht nur ein kreatives Erinnerungsstück an das Stadtjubiläum bleiben, sondern konkrete Anregungen für zukünftige Projekte liefern.
Kreative Aktion zum Stadtjubiläum
Die Aktion „Wünsche an die Stadt“ war Teil des Eröffnungswochenendes des Kultursommers anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums von Kaiserslautern. Initiiert wurde sie von der Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern.
An der Übergabe der Filmrolle nahmen neben Oberbürgermeisterin Beate Kimmel auch Volker Tinti, Reiner Mährlein, Michael Fetzer und Silvia Rudolf von der Künstlerwerkgemeinschaft teil.
Die mehr als 20 Meter lange Filmrolle zeigt auf besondere Weise: Viele Menschen möchten nicht nur in Kaiserslautern leben, sondern ihre Stadt aktiv mitgestalten.
Foto v.l.n.r.: Volker Tinti, Reiner Mährlein, Oberbürgermeisterin Beate Kimmel, Michael Fetzer, Silvia Rudolf.
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