Kaiserslautern – Sicherheit und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt stärken

Stadtrat Kaiserslautern gibt Konzept für „Urbane Sicherheit“ in Auftrag
Der Stadtrat hat am 8. September einstimmig das neue Sicherheitskonzept „Urbane Sicherheit“ in Auftrag gegeben. Ziel ist es, die Innenstadt nicht nur verkehrstechnisch sicherer zu gestalten, sondern auch Aufenthaltsqualität und Schutz für Besucherinnen und Besucher wirkungsvoll zu verbessern.
Die Initiative entstand infolge einer Reihe sogenannter „Überfahrtaten“ – landläufig Amokfahrten genannt (z.B. zuletzt Magdeburg, New Orleans, Mannheim) –, aber auch um einem Wunsch nach einer Reduzierung
des Lieferverkehrs in der Fußgängerzone Rechnung zu tragen. Bisher wird das Einfahrverbot nämlich häufig ignoriert, eine umfassende Kontrolle gestaltet sich schwierig. Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner oder Gewerbetreibende beklagen gleichzeitig Einschränkungen bei Zufahrt und Anlieferung.
Vorgesehen ist eine Kombination aus Verkehrspollern und attraktiven städtebaulichen Elementen. Dabei bleiben Zufahrten mit Ausnahmeregelung möglich, die zentrale Fußgängerzone wird jedoch sicherer gestaltet und Schutz vor Fahrzeugbedrohungen verbessert. Um diese komplexen Herausforderungen anzugehen, wurden zwei Arbeitsgruppen gegründet. Eine widmet sich der Sicherheit bei Veranstaltungen und dem Einsatz mobiler Sperrvorrichtungen. Die andere entwickelt Ideen für stationäre, multifunktionale Elemente wie Sitzgelegenheiten oder Pflanzkübel in der Fußgängerzone. Die Ergebnisse sollen in einem Konzept gebündelt und nach Priorität geordnet vorgelegt werden – einschließlich Umsetzungsterminen und Kostenschätzungen. Im Budget ist für die Erarbeitung bereits eine Summe von 15.000 Euro veranschlagt.
„Nur durch einen integrierten Ansatz – mit verkehrlicher, baulicher und gesellschaftlicher Perspektive – können wir das subjektive Sicherheitsgefühl und auch die objektiv erfassbare Sicherheitslage in unserer Stadt wirksam stärken“, so Bürgermeister Manfred Schulz. Der Ansatz ziele auf eine Balance: Die Bewahrung von Anlieferungsmöglichkeiten für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende soll mit der Notwendigkeit harmonieren, zentrale Bereiche der Innenstadt zu schützen, besonders bei Veranstaltungen mit großer Besucherzahl. Schulz unterstreicht die Bedeutung des Beschlusses: „Wir schaffen einen Fahrplan für die Sicherheit unserer Innenstadt – Schutz und Aufenthaltsqualität gehen Hand in Hand.“
Die Verwaltung ist nun beauftragt, das Konzept zu erarbeiten, damit die Umsetzung zeitnah starten kann.
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