Ein Masterplan für das Kaiserslautern der Zukunft

Stadtrat beschließt Integriertes nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept
„Vielfältige Wohn- und Lebenswelten“, „Innovatives Arbeits- und Forschungsumfeld“, „Nachhaltige und angepasste Klimaräume“ sowie „Umweltgerechte Bewegungsräume“: Das sind die vier wesentlichen Handlungsfelder, die die Stadtentwicklung Kaiserslautern künftig prägen sollen. So sieht es das neue Stadtentwicklungskonzept vor, das am Montag, 6. Oktober, nach einem mehrjährigen Erarbeitungsprozess beschlossen wurde.
Die Stadt Kaiserslautern steht, wie viele andere Städte in Deutschland, vor Veränderungen und Herausforderungen. Dazu zählen etwa Klimawandel, Digitalisierung und Wirtschaftsentwicklung, aber auch die Energie- und Mobilitätswende oder der demographische und soziale Wandel. Um diese Veränderungen und Herausforderungen als Stadt aktiv, nachhaltig und planvoll zu entwickeln und zu steuern, empfahl sich die Erarbeitung eines neuen Stadtentwicklungskonzepts. In diesem könnten fachübergreifende Strategien und Leitlinien für die Entwicklung der Stadt formuliert bzw. bestehende weiterentwickelt, raumbezogene Entwicklungen perspektivisch aufzeigt und in einem gesamträumlichen Konzept dargestellt werden.
Der Stadtrat beschloss im Sommer 2020, ein solches Konzept auf den Weg zu bringen. 2021 begann dann der umfangreiche Abstimmungsprozess, in dem, geleitet vom Referat Stadtentwicklung, die beauftragten Planungsbüros gemeinsam mit Bürgerschaft, Politik und Fachleuten das „Integrierte nachhaltige Stadtentwicklungskonzept“ (INSEK) erarbeitet haben. Eine Steuerungsgruppe begleitete den gesamten Erarbeitungsprozess, bestehend aus Mitgliedern des Stadtvorstands, Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen und eines Vertreters des Fachbereichs Raum- und Umweltplanung der RPTU.
In der Ratssitzung wurde das Konzept von Mario Abel, Projektleiter bei Yellow Z, einem der beauftragten Planungsbüros vorgestellt. Zuvor bedankte sich Oberbürgermeisterin Beate Kimmel bei allen, die an dem Konzept mitgewirkt hatten. „Das war ein Prozess, der uns alle vorangebracht hat. Gemeinsam konnten wir den Blick schärfen für die Potenziale dieser Stadt“, so das Stadtoberhaupt. Das INSEK sei der Startpunkt eines Wegs, den man nun gemeinsam gehen wolle. „Wir werden sukzessive in die Umsetzung einsteigen.“
Mit dem „Integrierten nachhaltigen Stadtentwicklungskonzept (INSEK)“ erhält Kaiserslautern ein strategisches Leitbild, das städtebauliche, soziale, ökologische, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte für die zukünftige Entwicklung der Stadt verbindet. Im INSEK wurden die Handlungsfelder „Vielfältige Wohn- und Lebenswelten“, „Innovatives Arbeits- und Forschungsumfeld“, „Nachhaltige und angepasste Klimaräume“ sowie „Umweltgerechte Bewegungsräume“ identifiziert und für das jeweilige Handlungsfeld Maßnahmen und Leuchtturmprojekte entwickelt. Das gilt nicht nur für die Kernstadt, sondern auch für die Ortsbezirke, die im Erarbeitungsprozess jeweils eigens betrachtet wurden und nun auch einen eigenen Maßnahmensteckbrief erhielten.
Das INSEK dient als Grundlage und Orientierungshilfe für politische Entscheidungen sowie für die Maßnahmenumsetzung. Des Weiteren unterstützt das INSEK als planerische Grundlage die Beantragung von Fördermitteln für die Umsetzung der empfohlenen Projekte und Maßnahmen. Für die Umsetzung der Maßnahmen bedarf es jedoch weiterhin der Konkretisierung und Vertiefung durch die verschiedenen Fachplanungen wie etwa der Verkehrs-, Grün- und Freiraum- oder Bauleitplanung und der Zustimmung der zuständigen Gremien. Das INSEK sieht einen Umsetzungszeitraum der erarbeiteten Maßnahmen von zehn bis fünfzehn Jahren vor.
Weitere Informationen
www.kaiserslautern.de/insek
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