Mit cleveren Arbeitszeitmodellen Frauenkarrieren voranbringen

Erfolgsfaktor Flexibilität
txn. Kinder zur Schule bringen, pünktlich zum Meeting erscheinen, nachmittags Hausaufgaben betreuen und später noch E-Mails beantworten. Für viele berufstätige Frauen mit Familie ist dieser Spagat Alltag – oft verbunden mit der Sorge, den Anschluss im Job zu verlieren. Karriere machen und gleichzeitig für die Familie da sein, wirkt wie ein Balanceakt auf dünnem Seil.
Tatsächlich hält sich in vielen Unternehmen noch immer ein vertrautes Bild: Wer Führungsverantwortung will, muss rund um die Uhr verfügbar sein. Teilzeit gilt oft als Karrierebremse, und obwohl es zunehmend flexible Modelle wie Homeoffice, Gleitzeit oder Arbeitszeitkonten gibt, werden sie nur zögerlich genutzt. Auch fehlt oft der Mut, solche Möglichkeiten aktiv einzufordern, oder es besteht die Sorge, als weniger belastbar wahrgenommen zu werden. Dabei zeigt sich in der Praxis, dass strategisch genutzte Flexibilität sogar die Übernahme von mehr Verantwortung ermöglichen kann – ohne Familie und Privates hinten anzustellen.
Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad rät Frauen deshalb zu einem mutigen Perspektivwechsel: „Flexibilität bei der Arbeitszeit ist längst ein Erfolgsfaktor – für Unternehmen und für Karrieren. Viele unterschätzen, dass sich über gut verhandelte Modelle sogar mehr Verantwortung übernehmen lässt. Wer etwa gezielt Projektarbeit oder Phasenmodelle fordert, bringt sich ins Spiel, wo es zählt – bei den Aufgaben mit Sichtbarkeit und Gestaltungsspielraum.“ Ihr Tipp: „Gezielte Vorbereitung auf solche Gespräche lohnt sich. Am besten mit konkreten Vorschlägen und dem Wissen, welche Modelle andere im Unternehmen bereits erfolgreich nutzen.“
Modelle wie Jobsharing in Führungspositionen, Vertrauensarbeitszeit oder die temporäre Reduzierung der Wochenstunden für klar definierte Zeiträume bieten zudem echte Alternativen. Sie schaffen Freiräume für private Verpflichtungen – ohne langfristige Karriereeinbußen.
Ein entscheidender Schritt: Die eigenen Bedürfnisse klar formulieren und aktiv das Gespräch mit Vorgesetzten suchen. Denn selten werden solche Chancen einfach angeboten. Wer jedoch vorbereitet ist und praktikable Lösungen präsentiert, signalisiert zugleich Gestaltungswillen und Professionalität.
Der Erfolg zeigt sich an Beispielen anderer Frauen, die mit individuellen Modellen Karriere und Familie verbinden – und dabei oft gestärkt aus der Situation hervorgehen. Sie beweisen, dass flexible Arbeitszeitmodelle nicht Verzicht bedeuten müssen, sondern neue Spielräume schaffen – für berufliche Entwicklung, mehr Selbstbestimmung und ein ausgewogenes Leben.
txn. Clever genutzte Arbeitszeitmodelle ermöglichen Frauen mehr Verantwortung und berufliche Entwicklung. Mit der richtigen Strategie lassen sich Karriere und Privatleben erfolgreich vereinen. txn-Foto: Randstad_RM_157
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