Tourismus mit Wildtieren: bitte nicht!

(akz-o) Viele Menschen sind fasziniert von der wilden Tierwelt, die sich ihnen in fernen Ländern darbietet. Die Welttierschutzgesellschaft rät dabei Reisenden, verlockende touristische Angebote, die den direkten Kontakt zu Wildtieren versprechen, unbedingt zu meiden – und mahnt zur Vorsicht im Umgang mit entsprechenden Fotos in sozialen Netzwerken.
Bilder mit Faultieren, Touren auf Elefanten oder Streicheln von Tigerjungen: Das sind nur drei von zahllosen Beispielen unterschiedlicher touristischer Attraktionen mit Wildtieren, von denen Abstand zu nehmen ist. Jeder noch so kurze vermeidbare Kontakt zwischen Mensch und Wildtier kann den Tieren maßgeblich schaden. Hinzu kommt, dass viele Tiere, die im Wildtier-Tourismus eingesetzt werden, für diesen Zweck dauerhaft aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen und unter tierwidrigen Bedingungen gehalten werden. In vielen Fällen wurde dokumentiert, dass die Tiere keine Rückzugsmöglichkeiten haben und – insbesondere in der Tourismus-Saison – ohne Pausen dem engen menschlichen Kontakt ausgesetzt sind.
„Wildtiere gehören in die Wildnis – direkter Kontakt von Mensch und Wildtier sollte also wann immer möglich vermieden werden“, rät Wiebke Plasse von der Welttierschutzgesellschaft. Der Verein sensibilisiert im Rahmen der Kampagne „Stoppt Tierleid in den sozialen Netzwerken“ auch für mehr Bewusstsein in Bezug auf die Darstellung solcher Angebote: „Selfies mit Wildtieren sind beliebt. Doch nicht nur die Attraktion selbst, sondern auch Bilder und Videos davon können bei anderen Menschen das Interesse wecken, das auch erleben zu wollen. So wird neues Tierleid erzeugt.“ Die Welttierschutzgesellschaft setzt sich dafür ein, dass Netzwerke und der Gesetzgeber im digitalen Raum endlich konsequent gegen Tierleid-Inhalte wie Wildtier-Selfies vorgehen. Interessierte können die Forderung mittels einer Petition unterstützen: www.welttierschutz.org/petition-tierleid-stoppen.
Auf der Homepage stellt die WTG weitere Informationen über kritische Angebote des Wildtier-Tourismus, aber auch tierfreundliche Alternativen bereit.
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