Bahnheim – Rundgang durch eine eigene kleine Welt

Oberbürgermeisterin Kimmel lud zur Stadtbege(h)gnung im Bahnheim ein
Obwohl sie an der Hauptverkehrsachse Kaiserslauterns liegt, ist sie vielen Leuten unbekannt: Die Wohnsiedlung Bahnheim. Umso größer ist die Überraschung bei vielen dann, wenn sie zum ersten Mal das Areal nördlich der Pariser Straße betreten. Die Anlage steht seit 1989 unter Denkmalschutz und gilt als architektonisches Juwel. Ein Juwel, in dem es sich auch gut leben lässt, wie Oberbürgermeisterin Beate Kimmel am Dienstagabend bei einem Rundgang erfuhr.
Mehr als 40 Personen nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Stadtoberhaupt durch ihr Viertel zu spazieren, Anregungen zu geben oder einfach mal zu plaudern – wobei „ihr“ wörtlich zu nehmen ist, gehören die Gebäude doch der 1910 gegründeten Baugenossenschaft und damit allen Mieterinnen und Mietern. Ebenfalls mit vor Ort war Timo Anschütz, der Geschäftsleiter der Baugenossenschaft Bahnheim, der sich auch im Vorfeld eine Route überlegt hatte, wo man mit der Oberbürgermeisterin entlanglaufen wollte.
Los ging es vorm derzeit leerstehenden Lautrer Wirtshaus, das – so die Pläne der Baugenossenschaft – möglichst reaktiviert werden soll. Dort begrüßten Kimmel und Anschütz die muntere Runde, Anschütz erläuterte zudem die Besonderheiten der genossenschaftlich geführten Anlage. Hinter dem Wirtshaus entlang ging es dann in den Osten der Siedlung, vorbei am Lärmschutzwall an der Pariser Straße, wo direkt der zentrale Kritikpunkt der Bürgerinnen und Bürger sichtbar wurde: Ungepflegte oder nicht ausreichend zurück geschnittene Grünflächen. Kimmel erläuterte, warum es nicht möglich sei, in der gesamten Stadt regelmäßig alle städtischen Grünflächen in Ordnung zu halten. Sie versprach aber, die Kollegen im Rathaus noch mal auf die besonders betroffenen Stellen aufmerksam zu machen. Um eine solche Stelle handelt es sich auch beim nächsten Stopp des Rundgangs, bei der komplett zugewucherten und derzeit gesperrten Treppe, die vom Fuß- und Radweg entlang der Pariser Straße ins Bahnheim führt.
Weiter ging es durch die schönen Gartenanlagen – das Bahnheim ist auch als „Gartenstadt“ bekannt – in Richtung des Bahnhaltepunkts Kennelgarten. Mitten in der Siedlung gelegen, trägt er zur hervorragenden Verkehrsanbindung des Bahnheims bei, wenn auch die Sauberkeit der Unterführung zu wünschen übriglässt. Nach einer kurzen Stippvisite im nördlich der Bahn gelegenen Teil der Siedlung bewegte sich die Gruppe dann in Richtung des ehemaligen Kiosks. Das hübsche kleine Gebäude steht derzeit leer, viele Bürgerinnen und Bürger äußerten den Wunsch nach einer Reaktivierung als Bistro.
Zum Abschluss ging es dann an die westliche Zufahrt zum Bahnheim von der Pariser Straße, wo es augenscheinlich immer wieder zu Engpässen durch falsch parkende Autos kommt. Auch das nahm die OB mit ins Rathaus. Was Beate Kimmel nach den gut zwei Stunden aber vor allem mitnahm, sind die Zufriedenheit der Menschen mit „ihrem“ Bahnheim und der Zusammenhalt im Viertel.
Weitere Informationen
https://baugenossenschaft-bahnheim.de
Fotos: Stadt Kaiserslautern
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