Pirmasens – Vom Grundstein bis Glockenläuten: Die Entstehung von St. Pirmin

Die offene Stadtführung am Samstag, 7. Juni 2025, rückt die Geschichte der Pfarrkirche St. Pirminius in den Mittelpunkt. Seit 125 Jahren prägt das katholische Gotteshaus die Silhouette der Siebenhügelstadt.
Benannt nach dem Namenspatron von Pirmasens, dem Abtbischof St. Pirminius, wurde die Kirche im Jahr 1900 im Stil der Neugotik errichtet. Architekt Wilhelm Schulte zeichnete für die Planungen verantwortlich. Der Sakralbau gilt als bedeutendes Zeugnis der religiösen und kulturellen Geschichte der Region.
Bei dem verheerenden Bombenangriff am 15. März 1945 wurde das Gotteshaus zerstört. Nur zwei Monate, am 3. Mai, wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Die Pläne dazu stammten vom späteren Diözesan-Baurat Wilhelm Schulte, dem Sohn des Erbauers. Sein Anliegen war es, nicht etwas ganz Neues zu schaffen, sondern das Gotteshaus im zeitgenössischen Stil wiederaufzubauen. Die augenscheinlichsten Unterschiede zum Vorgängerbau sind das viersäulige Hauptportal sowie die wesentlich flacheren Turmhauben. Am 11. Juli 1954 wurde der Neubau durch Bischof Dr. Isidor Markus Emanuel konsekriert. Im Inneren der Kirche befindet sich eine Stirnreliquie des Heiligen Pirminius sowie eine Unterarmreliquie des Seligen Paul Josef Nardini, dessen Grabstätte sich in der gegenüberliegenden Kapelle befindet.
Das Leben und Wirken des Priesters und Sozialreformers bildet einen weiteren Schwerpunkt der Tour. Die beiden Gästeführer Claudia Ginkel und Lothar Leiner nehmen die Teilnehmer mit in die Zeit der jungen Industriestadt, als Nardini 1851 nach Pirmasens versetzt wurde. Damals herrschten Not, Armut und Hunger. Gegen große Widerstände – aus Kirche und Politik – gründete Nardini die karitative Schwesterngemeinschaft der „Armen Franziskanerinnen der Heiligen Familie“, die sich fortan um Kinder, Kranke, und Alte kümmerte. 1855 wurde das Armenkinderhaus gegründet, das zum Mutterhaus der neuen Gemeinschaft wurde. Im Oktober 2006 wurde Paul Josef Nardini als erster Pfälzer im Speyrer Dom seliggesprochen.
Auf einen Blick: Die Stadtführung am Samstag, 7. Juni 2025, steht unter dem Titel „Vom Grundstein bis zum Glockenläuten“ und rückt die Geschichte der katholischen Pfarrkirche St. Pirmin in den Mittelpunkt. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Alten Rathaus, Hauptstraße 26. Kosten: Sieben Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre nehmen gratis teil. Dauer: Etwa 90 Minuten. Um Anmeldung beim Stadtarchiv unter der Telefonnummer 06331/842299 wird gebeten.
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