Von der Ernte ins Eisfach Tipps zum Einfrieren: Lebensmittel clever haltbar machen und weniger verschwenden

Tipps zum Einfrieren: Lebensmittel clever haltbar machen und weniger verschwenden
Ob Kirschen im Überfluss, Zucchini in Hülle und Fülle oder Kräuter, die schneller wachsen als sie verbraucht werden können – die sommerliche Ernteschwemme stellt viele fleißige Gärtner:innen vor die Frage: Wohin mit all der Ernte? Das Gefrierfach bietet eine einfache und effektive Antwort.
Was beim Einfrieren wichtig ist
Beim Einfrieren bleiben Nährstoffe, Aroma und Aussehen bei richtiger Handhabung weitgehend erhalten. Entscheidend ist dabei eine Temperatur von mindestens –18 Grad. Wichtig zu wissen: Das Tiefgefrieren hemmt das Wachstum von Mikroorganismen, tötet sie jedoch nicht ab. Aufgetaute Lebensmittel sollten deshalb zügig verbraucht oder (erneut) durchgegart werden.
Ebenso wichtig ist die richtige Vorbereitung der Lebensmittel. Sie sollten möglichst luftdicht verpackt werden, etwa in Gefrierdosen oder speziellen Gefrierbeuteln. Dadurch wird Gefrierbrand vermieden, der Geschmack und Konsistenz beeinträchtigen kann. Praktisch ist es, Lebensmittel bereits vor dem Einfrieren in haushaltsübliche Portionen aufzuteilen und alles mit Inhalt und Datum zu beschriften.
Bei vielen Gemüsesorten empfiehlt sich ein kurzes Blanchieren. Dadurch bleiben Farbe, Geschmack und wertvolle Nährstoffe besser erhalten.
Was eingefroren werden kann und was nicht
Viele Lebensmittel lassen sich ohne Qualitätsverlust einfrieren. Dazu gehören unter anderem Brot und Brötchen, Fisch, Fleisch oder Butter. Auch Käse kann für einige Monate eingefroren werden. Obst eignet sich ebenfalls gut für das Gefrierfach und hält – je nach Sorte – mehrere Monate. Gemüse mit geringem Wassergehalt, etwa Karotten, Erbsen oder verschiedene Kohlsorten, lässt sich nach dem Blanchieren ebenfalls gut einfrieren.
Weniger geeignet sind Gemüse mit sehr hohem Wasseranteil wie Salat, Tomaten oder Gurken. Sie verlieren beim Auftauen ihre Struktur und werden schnell matschig. Auch rohe Kartoffeln verändern durch das Einfrieren ihre Konsistenz. Milchprodukte wie Joghurt, saure Sahne oder Crème fraîche flocken häufig aus. Wurstwaren wie Schinken oder Würstchen leiden meist unter deutlichen Geschmacks- und Strukturveränderungen.
Kreative Resteverwertung aus dem Gefrierfach
Das Gefrierfach bietet auch Raum für kreative Ideen: Reife Früchte lassen sich, püriert mit Orangensaft und Joghurt, zum Beispiel zu einem fruchtigen Smoothie-Eis verarbeiten. Frische Kräuter können gehackt in Eiswürfelformen eingefroren werden und sind so jederzeit griffbereit. Auch übrig gebliebener Kaffee lässt sich als Eiswürfel einfrieren und später für Eiskaffee nutzen. Sehr reife Bananen verwandeln sich tiefgefroren und püriert in eine cremige „Nicecream“ – ganz ohne Zucker oder Zusatzstoffe.
Quelle: VZ-RLP | Foto: ahanov michael / shutterstock.com
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