Stadt Speyer kritisiert aktuelle Einschränkungen bei Integrationskursen

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) setzt derzeit auf Anweisung des Bundesministeriums des Inneren die Bearbeitung von Anträgen auf Teilnahme an Integrationskursen aus, die nicht verpflichtend sind. Diese Maßnahme, die seit Ende 2025 in Kraft ist, betrifft insbesondere Asylsuchende im laufenden Verfahren, Geduldete sowie geflüchtete Personen aus der Ukraine. Wie lange der Stopp andauert, wurde bislang nicht kommuniziert.
Die Stadt Speyer kritisiert diese Einschränkung scharf. Integrationskurse sind für Geflüchtete und Asylsuchende entscheidend, um Deutsch zu lernen und erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Die effektive Verhinderung des Zugangs zu diesen Kursen steht zudem in deutlichem Widerspruch zur Erhöhung der Mittel für Integrationskurse im Jahr 2026.
Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler betont: „Sprache und Bildung sind die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Wer den Zugang zu Integrationskursen blockiert, verletzt die Würde der Betroffenen und untergräbt die Prinzipien unserer Demokratie. Integration gelingt nur, wenn alle die Chance haben, mitzuwirken und sich einzubringen.“
Das Recht auf Bildung ist ein fundamentales Menschenrecht: Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (1948) garantiert jedem Menschen das Recht auf Bildung, ergänzt durch Artikel 13 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (IPwskR). Bildung soll die volle Entfaltung der Persönlichkeit und das Bewusstsein der eigenen Würde fördern, die Achtung vor Menschenrechten und Grundfreiheiten stärken sowie jedem und jeder ermöglichen, eine aktive und nützliche Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen. Sie soll Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Völkern und ethnischen, rassischen oder religiösen Gruppen fördern und die Arbeit der Vereinten Nationen für den Frieden unterstützen.
Unter der vorherigen Bundesregierung war der Zugang zu Integrationskursen gezielt ausgeweitet worden, was zu Rekordteilnehmendenzahlen und nachweisbaren Fortschritten bei der Integration geführt hat.
Aufgrund der aktuellen Maßnahme stehen geplante Kurse, die für Ende Februar, März sowie Mai geplant waren, auf der Kippe. Die Zahl der Teilnehmenden ist voraussichtlich zu gering, wodurch Verschiebungen oder Absagen drohen. Selbstzahlende Teilnehmende könnten weiterhin teilnehmen, müssten jedoch mit höheren Kursgebühren rechnen, um die Kosten zu decken – viele wären hiervon ausgeschlossen. Auch für Kursleitungen, sowohl fest angestellt als auch auf Honorarbasis, drohen Zwangspausen, alternative Tätigkeiten oder im schlimmsten Fall Entlassungen.
Die Stadt Speyer fordert daher eine umgehende Wiederaufnahme der Antragsbearbeitung und appelliert an Bund und Länder, den Zugang zu Integrationskursen für alle Berechtigten sicherzustellen.
Stadt Speyer
Aktuelle Beiträge
Events
„Endlich allein“: Spritzige Familienkomödie mit zwei TV-Stars
24. Februar 2026 - 19:30 Uhr bis 23:59 Uhr
BUNT GEMISCHT
29. Juli 2024
2. Dezember 2025
4. März 2024
18. Oktober 2025
27. Februar 2025
18. Dezember 2024
12. April 2023
1. Oktober 2021
10. Dezember 2024
11. Juni 2025
5. Februar 2021
7. Mai 2024
13. Juli 2021
18. August 2024
20. August 2021
29. Dezember 2024
27. Juli 2025
25. Mai 2025
1. Januar 2025
30. Dezember 2025
26. Februar 2024
13. Oktober 2025
31. Mai 2025
22. März 2025
26. Juli 2025
12. August 2025
3. Juni 2024
20. Juli 2025
26. April 2025
30. März 2025
9. Februar 2026
18. Mai 2025
18. Juli 2023
8. August 2023
5. April 2023
11. August 2025
19. März 2025
1. Mai 2020
31. August 2023
27. November 2024



