Kartonverpackungen im Aufwind

(akz-o) Verpackung – dabei denkt man schnell an überflüssigen Ballast, an Müllberge und Umweltbelastung. Aber wenn es um Faltschachteln geht, also Verpackungen aus Karton, liegt man damit völlig falsch. Diese stellen im Gegenteil eine äußerst nachhaltige Lösung dar.
Es beginnt schon bei den Materialien: Die Kartonfasern, die in Europa zur Herstellung von Faltschachteln verwendet werden, bestehen zu 100 Prozent aus nachwachsenden, nicht fossilen Rohstoffen. Sie stammen ausschließlich aus nachhaltiger und meist zertifizierter Forstwirtschaft. Standard sind die Siegel FSC und PEFC.
Ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass für Kartonverpackungen Wälder „abgeholzt“ werden. Im Gegenteil: Die europäischen Wälder dehnen sich aus, sie sind heute über ein Drittel größer als in den 50er-Jahren. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die nachhaltige Forstwirtschaft auch wirtschaftlich rechnet – wozu die Faltschachtel-Industrie als Abnehmer wesentlich beiträgt. Dabei verwendet sie ausschließlich Schwachhölzer, also kleine Bäume, die ohnehin entfernt werden, damit die größeren problemlos wachsen können.
Energiesparen durch Recycling
Das nachhaltige Material ermöglicht ein problemloses Recycling: Faltschachteln, etwa für Pizza-, Müsli- oder Pasta-Verpackungen, lassen sich bequem über die Altpapiertonne entsorgen – selbst, wenn sie beschichtet sind oder Sichtfenster aus Kunststoff haben. Die gebrauchten Fasern können dann wieder als Rohstoff für neue Kartonverpackungen oder andere papierbasierte Produkte verwendet werden. Papierfasern sind erstaunlich langlebig: Sie können 25 mal und mehr recycelt werden, wodurch Abfall fast komplett vermieden wird. Zudem spart man viel Energie, die ansonsten für die Herstellung von neuem Papier notwendig wäre.
Wer regelmäßig im Supermarkt einkauft, hat schon bemerkt, dass Plastikverpackungen zunehmend durch Karton ersetzt werden, entweder vollständig oder zumindest teilweise. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen: „Die Hersteller haben ein großes Interesse an papierbasierten Lösungen, weil sie nicht nur eigene Nachhaltigkeitsziele verfolgen, sondern auch rechtliche Vorgaben erfüllen müssen“, erklärt Christian Schiffers, Geschäftsführer des FFI Fachverband Faltschachtel-Industrie. Ein wichtiger Treiber ist vor allem die neue EU-Verpackungsverordnung, die für mehr Nachhaltigkeit sorgen soll. Sie schreibt unter anderem vor, dass bis 2030 jede Verpackung recyclingfähig oder wiederverwendbar sein muss. Dies wird Kartonverpackungen einen weiteren Auftrieb geben.
Fazit: Wer Faltschachteln nutzt, trägt aktiv zur Reduzierung von Abfall bei und leistet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.
BU Bild1:
Faltschachteln können bis zu 25 mal recycelt werden. Foto: pexels.com/akz-o
Aktuelle Beiträge
21. April 2026
Events
Neue Ausstellung “Energie und Industrie 4.0”
11. November 2025 - 9:00 Uhr bis 11. Juni 2026 - 19:00 Uhr
BUNT GEMISCHT
2. Dezember 2025
23. März 2023
23. Oktober 2024
18. Juli 2023
26. September 2025
1. März 2026
8. Januar 2025
22. Dezember 2025
31. Juli 2023
8. September 2023
20. November 2024
8. November 2025
18. Februar 2021
17. November 2021
26. Februar 2021
22. März 2025
14. Juli 2023
24. Januar 2026
28. April 2021
3. März 2025
28. Juni 2023
28. November 2025
8. Februar 2023
12. Juli 2025
8. September 2022
7. August 2023
16. November 2025
28. Dezember 2025
5. Oktober 2025
17. August 2023
20. April 2025
25. April 2023
1. Dezember 2020
11. August 2023




