Kaiserslautern – Weiterhin stabile Wirtschaftslage in Stadt und Region

OB Kimmel und Landrat Leßmeister blicken auf Wirtschaftsjahr 2025 zurück
„Wir sind in einer extrem stabilen Phase.“ Diese frohe Botschaft zur Wirtschaftslage in Stadt und Landkreis konnten am Donnerstagmorgen Oberbürgermeisterin Beate Kimmel, Landrat Ralf Leßmeister und Geschäftsführer Philip Pongratz bei der Jahres-Pressekonferenz der Wirtschaftsförderung Stadt und Landkreis Kaiserslautern (WFK) verkünden.
Die Faktoren, die diese angesichts der bundesweiten Lage entspannte Situation begünstigen, sind bekannt: Der frühzeitige Beginn der Transformation des alten Industrie- und Militärstandorts hin zu dem starken Wissenschaftsstandort mit vielen Startups und einem soliden Branchenmix, wie ihn Kaiserslautern heute darstellt.
Wie attraktiv der Standort nach wie vor sei, könne man an der ungebrochen hohen Nachfrage nach Fachkräften und nach Flächen ablesen, erläuterte WFK-Geschäftsführer Pongratz. Eine immense Nachfrage nach Flächen verzeichne man derzeit insbesondere für das neue städtische Gewerbegebiet Nordost – wo man Ende des Jahres in die Vermarktung gehen wird –, aber ebenso für den Wirtschaftsraum Kaiserslautern im Allgemeinen. Es handele sich dabei um teils sehr konkrete Anfragen von internationalen Investoren auch aus dem erweiterten Logistikbereich für Ansiedlungen mit teils bis zu 600 neuen Arbeitsplätzen.
Dass man solche Anfragen derzeit nahezu immer ablehnen muss, da es keine geeigneten Flächen gibt, ist ein Manko, das die Verantwortlichen gerne schnellstmöglich beheben wollen. Neben dem lange geplanten Vorhaben eines gemeinsamen Zweckverbands von Stadt und Landkreis gäbe es nun Überlegungen, die gesamte Westpfalz zu einem solchen Verband zusammenzuschließen. Man stehe dafür bereits über die Zukunftsregion Westpfalz „in den Startblöcken“.
„Wir arbeiten Schritt für Schritt daran, den Wirtschaftsraum weiterzuentwickeln“, so Oberbürgermeisterin Beate Kimmel. Der Schwerpunkt liege neben der Flächenentwicklung dabei aktuell vor allem darauf, gemeinsam mit der WFK die bereits ansässigen Unternehmen zu betreuen und gut durch die schwierigen Zeiten zu begleiten. Wie es den Unternehmen geht, davon machte sich Kimmel auch 2025 wieder regelmäßig selbst ein Bild im Rahmen ihrer zahlreichen Unternehmensbesuche. Großes Potenzial sieht das Stadtoberhaupt in Menschen mit internationalem Hintergrund, die bereits da seien, ihre zum Teil beeindruckenden Qualifikationen jedoch nicht in den hiesigen Arbeitsmarkt einbringen können. „Wir müssen besser darin werden, die Menschen und den Fachkräftebedarf der Unternehmen zusammenzubringen.“
Batteriezellwerk und Turbofläche
Im Rahmen der Pressekonferenz beantwortete OB Kimmel auch Fragen nach dem aktuellen Stand zum geplanten ACC-Batteriezellwerk sowie zur vom Land deklarierten „Turbofläche“ auf dem DB-Cargo-Areal zwischen Vogelweh und Einsiedlerhof. In Sachen ACC habe sie seitens des Unternehmens sehr positive Signale zur Entwicklung der Schwesterfabrik in Frankreich vernommen – was im vergangenen Jahr als Voraussetzung weiterer Investitionen auf dem Gebiet der Batteriezellfertigung festgesetzt worden war. Sie halte Kaiserslautern gerade auch über die renommierte Forschungs- und Entwicklungslandschaft für den prädestinierten Standort. Es gebe dafür, wie Philip Pongratz bestärkte, aufgrund Lage und Umfeld in Deutschland keinen besseren Platz.
Zur „Turbofläche“ verwies Kimmel darauf, dass hier die Ansprechpartnerin Nummer 1 die Bahn als Eigentümerin der Fläche sei. Es sei jedoch positiv zu vermerken, dass die Initiative des Landes dazu geführt habe, dass Bahn und Stadt bereits wieder in Kontakt seien.
BU: Führten die Pressevertreter durch die Jahreswirtschaftsbilanz: WFK-Geschäftsführer Philip Pongratz, OB Beate Kimmel, Landrat Ralf Leßmeister und WFK-Prokurist Tim Littig.
Foto: Stadt Kaiserslautern
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