Kaiserslautern – Jacob-Pfeiffer-Brücke: Stadt hält an Zeitplan fest

Trotz Verschiebung der Bahnstreckensanierung Neubau ab 2029
Nach der Ankündigung der Bahn, die geplante Generalsanierung der Strecke zwischen Forbach und Ludwigshafen auf einen Zeitraum nach 2031 zu verschieben, hält die Stadt an ihren Plänen für einen Neubau der Jacob-Pfeiffer-Brücke auf dem Einsiedlerhof fest. Ursprünglich war geplant gewesen, für den Brückenbau die mehrmonatige Vollsperrung der Strecke in der zweiten Jahreshälfte 2029 zu nutzen.
„Wir können den Brückenneubau nicht auf unbestimmte Zeit verschieben, dafür sind schon zu viele Planungs- und Abstimmungsarbeiten erfolgt und der Sanierungsstau insgesamt zu groß“, erklärt Baudezernent Manuel Steinbrenner. Direkt im Anschluss an den Neubau der Brücke ist der ebenfalls dringend notwendige Neubau des „Kleeblatts“ (Knoten Pariser Straße / B270) an der Vogelweh geplant. Eine Maßnahme, die aufgrund des Zustands des Knotens nicht noch weiter zu verschieben ist – und aufgrund des Planungsaufwands aber auch nicht spontan vorgezogen werden kann. Und schon gar nicht parallel zum Brückenneubau erfolgen kann, da die Pariser Straße und die B270 in der Bauzeit essenziell wichtige Ausweichstrecken für den Einsiedlerhof darstellen.
Die Zeit drängt also. Dass man den Neubau der Brücke nicht auf unbestimmt verschieben will, hat aber auch monetäre Gründe, wie Steinbrenner erläutert: „Jede Verschiebung kostet inflationsbedingt bares Geld. Bei einer Gesamtsumme von derzeit für die Jacob-Pfeiffer-Brücke geplanten 18 Millionen ist man da schnell bei einer Kostensteigerung in sechsstelliger Höhe pro Jahr.“
Der Stadt kommt nun zupass, dass die Bahn noch vor der Generalsanierung ohnehin eine kurze Vollsperrung der Strecke von etwa acht bis zehn Wochen im Jahr 2028 geplant hatte. Diese soll nach aktuellen Bahnplänen jetzt 2029 stattfinden, weswegen der Zeitraum für den Hauptpart des Brückenneubaus ideal ist und auch dafür genutzt werden soll. „Das ist nicht so lange, wie wir eigentlich kalkuliert haben, wir bekommen das aber hin“, ist Beigeordneter Steinbrenner überzeugt.
Dass die Brücke neu gebaut werden muss, steht seit einigen Jahren fest. Die alte, 1961 errichtete Brücke ist wie so viele Brücken in Deutschland marode und ein wirtschaftlicher Totalschaden. Bereits seit einigen Jahren dürfen nur noch Fahrzeuge bis 16 Tonnen die Brücke passieren. Eine 18 Meter breite Stabbogenbrücke soll die alte Brücke ersetzen, unter Vollsperrung der Jacob-Pfeiffer-Straße von Mitte 2029 bis Ende 2030. Um dieses Ziel zu halten, müssen nächstes Jahr zu Jahresbeginn die Leistungen ausgeschrieben werden, damit 2028 die ersten Arbeiten an der Stahlkonstruktion beginnen können.
Wenn es dann richtig los geht im Mai 2029, wird die alte Brücke nicht einfach abgerissen, sondern auf Rollen weggeschoben und dann abseits der Gleise auseinandergenommen. In dieser Zeit wird die neue Brücke bereits vormontiert, wofür eine eigens gepachtete Fläche des US-Militärs und der Sportplatz Einsiedlerhof vorgesehen sind. Von dort wird die neue Brücke dann am Stück an Ort und Stelle gefahren.
Quelle: Stadt Kaiserslautern | BU: Die Jacob-Pfeiffer-Brücke (hier ein Archivbild vom Februar 2022) muss dringend erneuert werden
Foto: Stadt Kaiserslautern
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