Kaiserslautern – AKTIONSTAG „KOMMUNEN AM LIMIT“

Bund und Länder müssen angesichts der kommunalen Finanzkrise endlich handeln
Bundesweit beteiligen sich heute Städte, Landkreise und Gemeinden am Aktionstag „Kommunen am Limit“, um auf die dramatische kommunale Finanzsituation aufmerksam zu machen. Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – haben gemeinsam zu diesem Aktionstag aufgerufen und fordern von Bund und Ländern, endlich entschlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen.
Die Finanzlage der Städte, Landkreise und Gemeinden ist dramatisch: Das kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchststand, Tendenz steigend. Eine Hauptursache sind steigende Sozialausgaben, die die Kommunen bundesgesetzlich leisten müssen, und bei denen in der Vergangenheit der Umfang und die Standards immer weiter erhöht wurden.
Für die Bürgerinnen und Bürger wird die kommunale Finanzkrise direkt spürbar. Und sie betrifft viele kommunale Aufgaben wie z. B. die Instandhaltung von Schulen, Bibliotheken, Schwimmbäder, Kultur- und Sportangebote, den ÖPNV, die Krankenhausversorgung, die Wirtschaftsförderung und viele soziale Angebote.
„Die finanzielle Lage der Kommunen ist ernst und sie ist längst in unserem kommunalen Alltag angekommen. Auch in Kaiserslautern sehen wir, dass uns die stetig wachsenden Pflichtaufgaben finanziell an unsere Grenzen bringen. Auch der Haushalt 2027 wird wieder ein massives Defizit aufweisen. Ohne eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung durch Bund und Länder werden wir zentrale Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort nicht mehr in der notwendigen Qualität sichern können. Deshalb braucht es jetzt eine klare Umsetzung des Grundsatzes ‚Wer bestellt, bezahlt auch‘“, so Oberbürgermeisterin Beate Kimmel.
Die Kommunen und ihre drei kommunalen Spitzenverbände fordern deshalb von Bund und Ländern:
· Das kommunale Finanzierungsdefizit muss vollständig beseitigt werden. Dies kann über eine jährliche Soforthilfe, eine Erhöhung des kommunalen Anteils an den Gemeinschaftssteuern sowie notwendige Reformen in den sozialen Sicherungssystemen geschehen.
· Der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt auch“ muss sofort für jede Aufgabenübertragung oder -ausweitung von Bund und Ländern gelten – mit einem vollständigen finanziellen und dynamisierten Ausgleich für alle Aufgaben, die den Kommunen von Bund und Ländern übertragen werden.
Die kommunale Finanzkrise ist nicht abstrakt. Sie ist sehr konkret vor Ort spürbar. Bund und Länder müssen handeln, damit der Staat vor Ort für seine Bürgerinnen und Bürger handlungsfähig bleibt.
Quelle/ Fotos: Stadt Kaiserslautern | BUs: Mit Schildern und Plakaten macht der Stadtvorstand von Kaiserslautern an städtischen Einrichtungen, die dafür symbolisch kurz abgesperrt wurden, auf die kommunale Finanzkrise aufmerksam. An der Musikschule beteiligte sich auch Leiter Max Punstein an der Aktion.
Aktuelle Beiträge
Events
3 TAGE INTENSIV-WORKSHOP | Stress- und Resilienztraining
3. Juli 2026 bis 5. Juli 2026
BUNT GEMISCHT
27. Juli 2025
9. April 2021
10. Mai 2023
9. August 2023
5. September 2023
15. März 2025
25. November 2025
1. Dezember 2025
4. Mai 2022
13. Oktober 2023
31. Mai 2026
24. Juli 2023
13. Januar 2025
19. April 2025
10. März 2025
3. August 2023
12. Januar 2024
21. März 2023
25. April 2026
10. Januar 2024
28. Dezember 2025
22. Dezember 2025
21. Februar 2026
29. November 2025
20. Februar 2024
3. Februar 2026
31. März 2023
1. Mai 2025
7. September 2023
21. Juli 2025
26. Februar 2024
29. November 2025
27. März 2025
4. März 2024
23. Februar 2025
15. März 2026




