Erfolgreiches Programm der kulturellen Bildung in Kaiserslautern

CREACT geht ins fünfte Jahr – Insgesamt 27 Projekte bis dato
Längst ist der Name „CREACT“ zu einem Markenzeichen der kulturellen Bildung in Kaiserslautern geworden, eröffnet das Programm doch seit nunmehr vier Jahren Kindern und Jugendlichen die Option, sich in ganz verschiedenen Projekten kreativ auszuprobieren. Möglich wird dies durch die Unterstützung der Globus-Stiftung, die seit 2022 das Referat Kultur kontinuierlich dabei unterstützt, Projekte dieser Art anzubieten.
Für die Runde in diesem Jahr begrüßten Bürgermeister Manfred Schulz und Christoph Dammann, Leiter Referat Kultur, die Akteurinnen und Akteure des CREACT-Programms in der Scheune des Stadtmuseums, um sich über die geplanten Projekte zu informieren. Viel Spannendes wird dabei sein, etwa eine „Klangjagd“, ein Workshop zum Manga-Zeichnen oder „Wir sind bunt“, ein Angebot im Goethe-Viertel, gemeinsam mit anderen Zaunlatten zu gestalten, die späterhin ausgestellt und zu einem bunten Zaun gefügt werden, der sich durch das Viertel ziehen wird. Bürgermeister Schulz würdigte das große Potenzial, das kultureller Bildung innewohne und freute sich über die zahlreichen Ideen, die bereits realisiert wurden und auch 2026 wieder zum Umsetzung kommen werden.
„Im Rahmen des CREACT-Programms werden die kulturellen Einrichtungen und auch die freie Szene Kaiserslauterns in jedem Turnus aufgefordert, Formate der kulturellen Bildung zu entwickeln und zu skizzieren, die außerhalb der Einrichtungen Kinder und Jugendliche ansprechen, welche normalerweise nicht dorthin gehen. Aus dem Pool der Ideen werden acht ausgesucht und zur Umsetzung gebracht“, erläuterte Christoph Dammann das Konzept. Maßgeblich sei dabei, so Dammann weiter, dass es sich meist um Maßnahmen der so genannten „aufsuchenden“ Bildung handelt, wobei nämlich die Angebote dort stattfinden, wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten: in Kitas, im Nachmittagsbereich einer Schule, im Gemeinde- oder Jugendzentrum. So könne die Schwellenangst vor unbekannten Räumen wie Theater oder Museum, die sich hemmend auf die Kreativität der jungen Teilnehmenden auswirken könnte, vermieden werden. Wichtig sei überdies, dass die Angebote keine einmaligen Events seien, sondern eine Kontinuität über mehrere Male bzw. Wochen aufweisen, sodass die Teilnehmenden eine Entwicklung ihrer selbst erleben können.
Die Palette der Formate ist extrem facettenreich und umspannt den gesamten Rahmen der kulturellen Bildung: In den bislang angebotenen Projekten wurde gezeichnet, wurden Stoffe gefärbt und bedruckt, Schreibwerkstätten angeboten, Musik gemacht und gesungen. Das Pfalztheater bot eine Schauspiel-Werkstatt mit abschließender Aufführung an, die protestantische Kita auf dem Betzenberg übte sich mit ihren Kindern in der „Kunst zu genießen“, wobei der fulminante Abschluss ein großes Fest für alle war, mit Köstlichkeiten aus aller Welt, die Eltern beigesteuert hatten. Der Leseclub Heilig Geist bot Lesenachmittage an, inklusive kleiner Ausflüge, zum Beispiel in den Zoo. Die Musikschule gestaltete musikalisch eine „digitale Fußballgeschichte“, und bei „Mölschbach – gestern – heute – morgen“ setzten Kinder der Kindertagesstätte Mölschbach ihre Ideen zu ihrem Dorf künstlerisch um. Die entstandenen Werke konnten anschließend in einer Ausstellung im Stadtmuseum bewundert werden. Im Jugend- und Programmzentrum tauschten sich Mädchen zusammen mit der Künstlerin Judith Boy über ihr Körperempfinden aus und kreierten kunstvolle Bilder, die im nächsten Schritt als Henna-Tattoo aufgemalt wurden.
Mit „Playing the City“ aktivierte der Künstler Fabian Knöbl die Jugendlichen im Jugendtreff am Betzenberg, sich mit einem eigenen Plakat künstlerisch auszudrücken, und der Fotograf Thomas Brenner machte sich mit Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schulen I und II Gedanken zu ihren Traumberufen, die dann inszeniert und fotografisch festgehalten wurden. Das Union-Kino rollte gar den jungen Teilnehmenden ihres CREACT-Projekts den roten Teppich aus – und für manche war es das erste Mal, dass sie ein Kino von innen sahen.
Über 400 Kinder und Jugendliche nahmen in den vier Jahren an den insgesamt 27 Projekten des „CREACT“-Programms teil, in diesem Jahr kommen acht weitere Projekte hinzu.
Organisatorisch setzt das Referat Kultur das Programm in Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro um.
BU: Kulturdezernent Manfred Schulz (2. v.l.) und der Direktor des Referats Kultur Christoph Dammann (links) mit den Akteurinnen und Akteuren des diesjährigen CREACT-Programms
Foto: Stadt Kaiserslautern
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