Grapefruit: Erfrischender Genuss mit unerwünschter Wirkung?

Grapefruit kann die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigen
Grapefruit ist nicht nur als Saft beliebt, sondern findet sich zunehmend auch in Softdrinks, Mischgetränken und alkoholischen Getränken. Bei der Einnahme von verschiedenen Medikamenten können Stoffe aus der Grapefruit die Wirkung von Medikamenten verstärken oder abschwächen. Besonders bekannt sind Wechselwirkungen mit Medikamenten zur Senkung des Blutdrucks oder Cholesterinspiegels sowie bei Immunsuppressiva.
Grapefruit ist als Zitrusfrucht für ihren säuerlich, bitteres Aroma bekannt. Sie enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, verschiedene B-Vitamine sowie die Mineralstoffe Kalium und Calcium. Einige Stoffe in der Zitrusfrucht können aber auch die Wirkung von Arzneimitteln stören. Deshalb ist von dem Verzehr bei der Einnahme von Medikamenten abzuraten. Bereits bei mehr als 50 Arzneimittelgruppen sind solche Wechselwirkungen, abhängig von dem jeweiligen Wirkstoff, bekannt. Bei Einnahme von Medikamenten sollte der Verzehr von Grapefruit vorher mit der Arztpraxis oder der Apotheke abgeklärt werden. Die Wirkung tritt bereits bei verzehrsüblichen Mengen von einem Glas Saft oder dem Verzehr der Früchte als solche ein. Es ist bislang unklar, welche Stoffe für den Effekt verantwortlich sind.
Wechselwirkungen mit der Anti-Baby-Pille möglich?
Bei den Wirkstoffen Ethinylestradiol und Levonorgestrel von der Anti-Baby-Pille findet sich manchmal ein Hinweis auf die Wechselwirkung mit Grapefruitsaft im Beipackzettel. Beispielsweise: „Grapefruitsaft kann die Plasmakonzentrationen von Estrogen oder Gestagen oder beiden erhöhen.“ Bisher gibt keine ausreichende Datengrundlage, inwieweit diese mögliche Wechselwirkung das Risiko für Nebenwirkungen der Verhütungsmethode erhöht oder den Verhütungsschutz beeinträchtigt.
Zeitliche Trennung bietet keinen Schutz vor Wechselwirkungen
Es ist nicht möglich, durch die zeitliche Trennung der Einnahme und des Verzehrs der Zitrusfrüchte die Wechselwirkungen zu umgehen, da der Einfluss auf den Stoffwechsel über mehrere Tage anhält.
Die Wirkung von Grapefruit im Körper
Stoffe in der Grapefruit beeinflussen die Aktivität von Enzymen in der Leber und dem Darm. Dadurch werden Wirkstoffe langsamer abgebaut, sodass verstärkte Wirkungen oder unerwünschte Nebenwirkungen möglich sind. Auch eine abschwächende Medikamentenwirkung ist je nach Wirkstoff durch eine veränderte Verstoffwechselung möglich.
Orangen und Mandarine sind nicht betroffen
Orangen und Mandarinen gelten im Hinblick auf die typischen Grapefruit-Wechselwirkungen als unbedenklich. Auch sie liefern Vitamin C, Kalium und Calcium sowie Folsäure und antioxidative Flavonoide. Der Gehalt an diesen Inhaltsstoffe ist besonders hoch in der weißen Schicht zwischen Schale und Fruchtfleisch.
Quelle: VZ-RLP | Foto: Jun / iStock.com
Wetter in Kaiserslautern Stand 12:00 Uhr Leicht bewölkt
Gefühlt 7°
Wind 11 km/h
Luftfeuchte 63 %
Wetterdaten: Open-Meteo.com
Aktuelle Beiträge
Events
42-Hackathon: Mobilität – Mach die Stadt mobil
28. November 2026 - 11:00 Uhr bis 23:00 Uhr
BUNT GEMISCHT
12. November 2025
25. Dezember 2025
17. August 2023
16. Februar 2026
20. März 2023
20. Oktober 2026
23. Januar 2025
29. März 2023
15. November 2023
30. März 2023
8. März 2026
16. Dezember 2023
6. Juli 2023
18. April 2023
8. September 2023
5. Juni 2025
22. Juni 2020
12. Juli 2025
20. April 2026
2. Mai 2024
21. Februar 2026
2. August 2025
20. März 2023
5. September 2026
31. Mai 2025
13. Oktober 2023
29. November 2025
21. September 2023
26. Juli 2023
17. September 2026
30. August 2026
5. Januar 2025
13. September 2022
24. Juli 2023
25. Mai 2026
13. April 2021
14. Juni 2026


