Würdigung für Holocaust Zeugin Erna de Vries

Der Stadtrat spricht sich einstimmig für eine Straßenbenennung aus.
Nach der im vergangenen Oktober verstorbenen Holocaust-Zeitzeugin Erna de Vries soll im Stadtgebiet von Kaiserslautern eine Straße benannt werden. Das hat der Stadtrat am Montag einstimmig beschlossen.
Mit dem Beschluss würdigte der Rat das Lebenswerk der 1923 als Erna Korn in Kaiserslautern geborenen Erna de Vries. Sie überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück. Ab 1998 berichtete sie auf eindrucksvolle Art und Weise in zahlreichen Schulen und Bildungseinrichtungen über ihr Schicksal. Für ihre Verdienste ehrte die niedersächsische Gemeinde Lathen Erna de Vries mit der Ehrenbürgerschaft; die Bundesrepublik Deutschland verlieh ihr das Bundesverdienstkreuz. 2014 bekam sie von Oberbürgermeister Klaus Weichel die Stadtplakette in Gold der Stadt Kaiserslautern verliehen.
Wo die Erna-de-Vries-Straße sein wird, steht noch nicht fest. Grundsätzlich entscheidet beim Benennen einer neuen Straße (bzw. eines Platzes) in der Kernstadt der Bauausschuss, in den Ortsbezirken der jeweilige Ortsbeirat über den Namen. Die Vorschläge unterbreitet das Referat Stadtentwicklung.
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