Stadt Pirmasens startet Kampagne gegen Fremdstoffe im Biomüll

Der Wirtschafts- und Servicebetrieb der Stadt Pirmasens (WSP) startet eine breit angelegte Informationskampagne zur besseren Trennung von Bioabfällen. Ziel ist es, die Menge und Qualität des gesammelten Bioabfalls zu erhöhen und dabei gleichzeitig das Restmüllaufkommen zu reduzieren.
Anlass ist die seit Mai bundesweit geltende neue Bioabfallverordnung. Dabei kann Pirmasens auf inzwischen drei Jahrzehnte Erfahrung bei der umweltfreundlichen Verwertung organischer Abfälle zurückgreifen. Denn bereits 1995 wurde in der Siebenhügelstadt die braune Tonne eingeführt. Jährlich werden knapp 4 200 Tonnen Bioabfall in Pirmasens gesammelt und in modernen Kompostieranlagen verarbeitet. Der daraus gewonnene Kompost wird in der Landwirtschaft, im Gartenbau und von privaten Haushalten verwendet.
„Mit der Einführung der Biotonne vor 30 Jahren haben wir einen Meilenstein für den Umweltschutz in unserer Heimatstadt gesetzt“, betont Bürgermeister Michael Maas. Die getrennte Sammlung von Bioabfällen helfe dabei wertvolle Ressourcen zu schonen. Ganz wesentlich dabei sei schon die korrekte und konsequente Trennung im Haushalt, so der 50-Jährige. Pirmasens nutzt das Jubiläum, um auf die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen hinzuweisen.
„Die neue Bioabfallverordnung gibt uns klare Qualitätsvorgaben“, erklärt Abfallberaterin Kerstin Trappmann. „Mit einer Kampagne wollen wir informieren statt bestrafen und alle dabei unterstützen, ihren Teil zum Umwelt- und Ressourcenschutz beizutragen.“ Besonders beim Biomüll sei es wichtig Fehlwürfe wie Plastik und Co. zu vermeiden, so Trappmann weiter, da sich diese im Gegensatz zu organischen Küchen- und Gartenabfällen nicht zersetzen. Plastik bleibe über sehr lange Zeit erhalten und führe nicht nur zu einer Verunreinigung des Komposts. Auch würden Mikroplastikpartikel, die im Boden eingelagert sind, so in unsere Nahrungskette gelangen. Stark verunreinigter Biomüll kann nicht zu Kompost verarbeitet, sondern muss teuer nachsortiert werden. Die Kosten hierfür tragen letztendlich alle Gebührenzahler.
Das Kampagnenmotiv wird stadtweit auf Litfaßsäulen, auf der Homepage und in den Sozialen Medien zu sehen sein. Außerdem sind gezielte Maßnahmen geplant, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Ende Mai bis Anfang Juni erhalten alle Haushalte in der zentralen Innenstadt und den sieben Ortsbezirken ein kostenloses Starterset mit umweltfreundlichen Papiertüten zur Sammlung von Bioabfall. Dazu gibt es Trennhinweise, welche Materialien in die braune Tonne gehören und welche nicht.
In den Quartiersbüros und Stadtteiltreffs finden im Mai und Juni spezielle Infoveranstaltungen statt. Unter dem Titel „Bioabfall – Mach‘s richtig“ gibt Kerstin Trappmann praktische Tipps zur Trennung, zeigt häufige Fehlerquellen und beantwortet Fragen rund um die Biotonne. Bei allen Veranstaltungen werden unter den Teilnehmern Vorsortiergefäße für die Küche verlost, mit denen die Bioabfallsammlung im Haushalt erleichtert wird.
In den kommenden Wochen erhalten größere Hausverwaltungen Post von der Stadtverwaltung. Das Schreiben gibt Hinweise zur Trennung des Bioabfalls, zusätzlich gibt es Infomaterial für die Mieter. Dadurch sollen auch die Bewohner in größeren Anlagen für das Thema sensibilisiert werden. Außerdem werden die Biotonnen im Stadtgebiet mit einem mehrsprachigen Aufkleber versehen, der auf das Plastikverbot in der braunen Tonne hinweist.
Ab Juni werden als zentraler Bestandteil der Kampagne flächendeckende Kontrollen der Biotonnen stattfinden. Mit Hilfe eines automatisierten Detektionssystems kann das Müllfahrzeug erkennen, ob die Tonne korrekt befüllt ist. Wird eine Falschbefüllung festgestellt, erhalten die braunen Tonnen einen Anhänger, auf dem Informationen zum weiteren Vorgehen abgedruckt sind. Bereits jetzt werden von der Müllabfuhr stichprobenartige Kontrollen durchgeführt. Wenn die Tonnen falsch befüllt sind, bleiben sie stehen.
Stadt Pirmasens
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