Pirmasens – Landtagswahl: Bisher rund 4 200 Anträge auf Briefwahl

Der Trend zur Briefwahl in Pirmasens ist ungebrochen. Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl am 22. März haben bereits rund 4 200 Pirmasenser einen entsprechenden Antrag auf Zusendung der Unterlagen gestellt oder ihre Stimmen im Wahlbüro im Rathaus am Exerzierplatz abgegeben.
Das entspricht gut 14 Prozent aller Wahlberechtigten. In der Stadt Pirmasens mit ihren sieben Ortsbezirken sind rund 30 000 Bürger zum Urnengang aufgerufen. Zum Vergleich: 2021, bei der letzten Landtagswahl, hatten insgesamt 30 Prozent der Pirmasenser ihre Stimmen per Brief abgegeben. Damals hatte die Corona-Pandemie für einen bis dato historischen Briefwahl-Boom gesorgt.
Wer sich für die Briefwahl entscheidet, muss dafür einen Antrag stellen. Dies ist mit dem Vordruck auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung möglich. Briefwahl kann ohne Angabe von Gründen beantragt werden. Wer bis zum kommenden Sonntag, 1. März 2026, keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, wird gebeten, sich mit dem Briefwahlbüro der Stadtverwaltung Pirmasens in Verbindung zu setzen. Es ist außerdem möglich, die Briefwahlunterlagen elektronisch über die Internetseite der Stadtverwaltung unter www.pirmasens.de/wahlen, per E-Mail: briefwahl@pirmasens.de oder über den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung zu beantragen.
„Die Briefwahlunterlagen werden nach dem Eingang des Antrages von unseren Mitarbeitern umgehend bearbeitet“, sagt Tobias Becker, der Leiter des Wahlamtes. Die Unterlagen werden an die Adresse des Wahlberechtigten in Pirmasens oder auf Wunsch auch an eine abweichende Versandanschrift verschickt. Um Missbrauch auszuschließen, erhalten Wahlberechtigte bei einer abweichenden Versandanschrift zunächst ein Informationsschreiben an ihre hiesige Anschrift.
In den von der Stadtverwaltung versendeten Briefwahlunterlagen findet sich neben dem Wahlschein der Stimmzettel, ein Merkblatt mit Hinweisen zur Briefwahl sowie zwei farbige Umschläge. In das weiße Kuvert wird der ausgefüllte Stimmzettel gesteckt und zugeklebt. In den roten Umschlag kommen der unterschriebene Wahlschein sowie das weiße Kuvert mit dem Stimmzettel.
Für den Versand des Wahlbriefs innerhalb Deutschlands ist kein Porto zu entrichten. Im Ausland muss der Wahlbrief ausreichend frankiert werden, die Kosten hierfür trägt der Briefwähler. Alternativ können Wahlbriefe auch in den Briefkasten am Hintereingang des Rathauses eingeworfen werden.
Wahlberechtigte können Briefwahlunterlagen aber auch persönlich im Wahlamt abholen oder direkt vor Ort ihre beiden Kreuzchen machen. Hierzu ist die Vorlage der Wahlbenachrichtigung und eines gültigen Ausweis- oder Passdokuments erforderlich. Die Abholung der Briefwahlunterlagen durch Dritte ist bei Vorlage einer Vollmacht möglich. Die bevollmächtigte Person muss mindestens 16 Jahre alt sein und darf insgesamt nicht mehr als vier Wahlberechtigte vertreten. Eine Vollmacht befindet sich ebenfalls auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung. Eine sogenannte Vorsorge- oder Generalvollmacht reicht nicht aus.
Auf einen Blick: Das Wahlbüro im Rathaus am Exerzierplatz befindet sich im Ratssaal im zweiten Obergeschoss. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags durchgehend von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr. Am Freitag, 20. März, ist das Wahlbüro von 8 bis 15 Uhr sowie am Samstag, 21. März, von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Telefonisch ist das Wahlbüro zu den Öffnungszeiten unter der Rufnummer 06331/842542 zu erreichen.
Hintergrund: Am 22. März 2026 findet die Wahl zum 19. Landtag Rheinland-Pfalz statt. Das Land wird hierzu in vier Bezirke und 52 Wahlkreise eingeteilt. Die Stadt Pirmasens gehört zum Wahlkreis 48. Er umfasst neben der kreisfreien Stadt Pirmasens die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland, Hauenstein, Pirmasens-Land und Rodalben. Rund 66 000 Bürger sind im gesamten Wahlkreis wahlberechtigt. Kreiswahlleiter für den Wahlkreis 48 ist Markus Zwick, Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens. Die Stadt Pirmasens mit ihren sieben Ortsbezirken ist in 28 Stimmbezirke aufgeteilt. Die Briefwahl wird in 17 Briefwahlbezirken ausgezählt. In der Siebenhügelstadt sind rund 30 000 Personen zum Urnengang aufgerufen; rund 350 junge Menschen können zum ersten Mal ihre Stimmen bei einer Landtagswahl abgeben.
Sechs Kandidaten bewerben sich im Wahlkreis 48 um ein Direktmandat im Parlament: Markus Keller (SPD), Christof Reichert (CDU), Lutz Wendel (AfD), Steven Wink (FDP), Philipp Burkhart (Freie Wähler), Barbara Schwarz (Tierschutzpartei).
BU: Im Wahlbüro können Pirmasenser ihre Stimmen auch direkt vor Ort abgeben.
(Foto: Stadt Pirmasens / Maximilian Zwick)
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