Pirmasens – „Rock me, Hamlet“: Shakespeare trifft auf Rock und Pop

Mit „Shakespeares Hamlet – Das Rockmusical“ kommt die berühmte Tragödie des britischen Dramatikers William Shakespeare am Freitag, 24. April 2026, in einer ganz außergewöhnlichen musikalischen Form auf die Bühne der Pirmasenser Festhalle. Denn in vielen Songtexten der Rock- und Popmusik vergangener Jahrzehnte und den aktuellen Charts spiegeln sich die Unzufriedenheit und Ratlosigkeit des tragischen Helden Hamlet wider. Genau diese literarischen und musikalischen Legenden werden im Stück virtuos miteinander verknüpft – inklusive Fechtkampf mit Florett und Dolch. Die insgesamt 15 Schauspieler, Tänzer und Sänger werden dabei von einer sechsköpfigen Liveband begleitet.
Wer kennt nicht den bekannten Ausspruch „Etwas ist faul im Staate Dänemark“? Am Anfang des wohl berühmtesten Dramas von Shakespeare steht der Tod von Hamlets Vater. Königin Gertrude, seine Mutter, heiratet kurz darauf Claudius, den Bruder des verstorbenen Königs, wodurch dieser selbst zum König wird. Als Hamlet erfährt, dass es wohl Claudius war, der seinen Vater ermordet hat, sinnt er auf Rache. Gefangen in gesellschaftlichen Konventionen, gebunden durch seine Liebe zu Ophelia und im Zweifel, ob es richtig ist Gleiches mit Gleichem zu vergelten oder gar allem zu entfliehen und dem eigenen Leben ein Ende zu setzen, nimmt die Tragödie ihren Lauf.
Im Jahr 1600 veröffentlicht, gilt „Hamlet“ als beispielhaft für die stilistische Vielfalt der Shakespeareschen Sprache von niedrigster Gossensprache bis zur förmlichen Hofsprache. Über 400 Jahre später findet sich in Songs der Rock- und Popmusik sprachlich, thematisch und musikalisch, was eine „Hamlet“-Produktion im Stil neuen Musiktheaters erfordert: vom poetisch angehauchten „Breathing“ von Kate Bush bis zum provokativen „Fuck you“-Schlachtruf von Lily Allen, vom rhythmisch-schroffen „Logical Song“ von Supertramp bis zum leiseren „Hello“ von Adele. Auf diese Weise verbinden sich in „Shakespeares Hamlet – Das Rockmusical“ die im Inneren des Einzelnen gelagerten Konflikte des Shakespeare-Dramas und die Sprache Shakespeares mit Musik der Rock- und Popkultur von den 80er Jahren bis zu aktuellen Top-Hits. Choreografisch kann sich das Publikum zugleich auf eine mitreißende Kombination von Elementen des Höfischen Tanzes mit Bewegungsabläufen von Hiphop, Disco, Rap und Rock’n’Roll freuen.
Auf einen Blick: Am Freitag, 24. April 2026, steht „Shakespeares Hamlet – Das Rockmusical“ auf dem Spielplan der Pirmasenser Festhalle. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr, die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. Eintrittskarten (inklusive Garderobengebühr) zum Preis zwischen 18 und 30 Euro gibt es im Vorverkauf beim Kulturamt im Forum Alte Post (Telefon: 06331/2392716; E-Mail: kartenverkauf@pirmasens.de) oder im Internet unter www.pirmasens.de/kultur
BU: 169.1 „Shakespeares Hamlet – Das Rockmusical“ nimmt das Pirmasenser Publikum auf außergewöhnliche musikalische Weise mit zum Hof des tragischen dänischen Prinzen (Foto: Opernwerkstatt am Rhein / Sascha von Donat)
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