Krisenvorsorge im Alltag: Stadtverwaltung Speyer lädt zum ersten Bevölkerungsschutztag ein

Wie kann ich mich auf einen länger andauernden Stromausfall vorbereiten? Welche Rolle spielen Warnsysteme, Notfallvorsorge und Nachbarschaftshilfe im Krisenfall? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Bürgerinnen und Bürger beim ersten Bevölkerungsschutztag der Stadt Speyer am Freitag, 12. Juni 2026, von 8 bis 18 Uhr in der Stadthalle.
Die Veranstaltung steht für alle Interessierten offen und lädt zum Informieren, Austauschen und Mitmachen ein. Zusätzlich erhalten vormittags Schulklassen im Rahmen geführter Rundgänge Einblicke in die Arbeit der beteiligten Organisationen.
Insgesamt beteiligen sich 16 Akteure aus den Bereichen Gefahrenabwehr, Gesundheitsversorgung, Versorgungssicherheit und soziale Hilfe: der Brand- und Katastrophenschutz (BKS), der Kommunale Vollzugsdienst (KVD), die Stabstelle Strategische Stadtentwicklung und Zukunftsfragen sowie das Seniorenbüro der Stadtverwaltung Speyer, das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz, die Polizeiinspektion Speyer, das Technische Hilfswerk (THW) Speyer, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Speyer, die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Speyer und die Malteser Speyer, die Stadtwerke Speyer (SWS) und das Landesbibliothekszentrum (LBZ) Speyer sowie das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus, das Vincentius-Krankenhaus und die Hengst Apotheke.
An zahlreichen Ständen informieren die Beteiligten unter anderem zu Themen wie Erste Hilfe, Hilfe zur Selbsthilfe, mobile Warnanlagen, Notfallvorsorge, medizinische Versorgung im Krisenfall, Reanimationstraining, Einbruchsschutz, Sandsackverbau, Nachbarschaftshilfe sowie den 24/7-Netzbetrieb der Stadtwerke. Auch das Infomobil Bevölkerungsschutz sowie Informationen zu Anlaufstellen, Notfallapotheken, Tafel und Kleiderkammer oder zur Medizinischen Task Force werden vorgestellt.
Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler betont die Bedeutung einer guten Krisenvorsorge: „Die vergangenen Jahre haben uns deutlich gezeigt, dass außergewöhnliche Lagen jederzeit eintreten können – sei es durch Extremwetter, technische Störungen oder andere Krisensituationen. Staat und Kommune können viel leisten, doch im Ernstfall kommt es auch darauf an, dass jede und jeder Einzelne handlungsfähig bleibt. Unser Bevölkerungsschutztag soll hierzu konkrete Informationen und praktische Hilfestellungen geben.“
Auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Eymann sieht in der Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung: „Krisenvorsorge beginnt bereits im Alltag. Viele einfache Maßnahmen können dabei helfen, im Ernstfall besser vorbereitet zu sein. Mit dem Bevölkerungsschutztag möchten wir zeigen, welche Strukturen im Hintergrund arbeiten und wie jede und jeder Einzelne zur eigenen Sicherheit beitragen kann.“
Ergänzend zur Veranstaltung steht die Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe online unter www.speyer.de/notfallvorsorge zum Download zur Verfügung. Sie informiert über Möglichkeiten der privaten Vorsorge und bietet eine klare, alltagstaugliche Orientierung, wie sich Bürgerinnen und Bürger mit einfachen Mitteln im eigenen Haushalt vorbereiten können, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben und sich selbst sowie ihre Familie zu unterstützen.
Quelle/ Foto: Stadt Speyer
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