Kriminalität in der Westpfalz geht zurück – Polizei präsentiert Jahresbilanz 2025

Die Kriminalität in der Westpfalz ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen.
Das Polizeipräsidium Westpfalz veröffentlichte am Donnerstag die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2025 und bilanzierte einen Rückgang der Straftaten bei gleichzeitig hoher Aufklärungsquote und gezielten Präventionsmaßnahmen.
Im Jahr 2025 registrierte die Behörde insgesamt 27.528 Straftaten – das sind 2.304 Fälle oder 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt mit 70,5 Prozent auf dem dritthöchsten Stand der letzten zehn Jahre. Besonders erfreulich ist der Rückgang bei der Straßenkriminalität, die mit 4.622 Fällen den niedrigsten Wert im Zehnjahresvergleich erreichte. Auch die Gewaltkriminalität ging um 12,3 Prozent auf 1.091 Fälle zurück, wobei die Aufklärungsquote hier bei 86 Prozent liegt.
Die meisten Tatverdächtigen sind männliche Erwachsene mit deutscher Staatsangehörigkeit. Von den 12.952 ermittelten Tatverdächtigen waren 74 Prozent männlich und 29,6 Prozent hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die Zahl der Opfer sank um vier Prozent auf 8.403, wobei auch hier der Großteil männlich und deutscher Herkunft war.
Ein besonderer Fokus der Statistik liegt auf der Entwicklung der Deliktsbereiche.
So gingen die Eigentumsdelikte um 5,5 Prozent auf 6.798 Fälle zurück, während die Aufklärungsquote bei 42,9 Prozent lag.
Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten verzeichnete die Polizei einen Rückgang um 11,8 Prozent auf 3.855 Fälle, wobei die Aufklärungsquote hier bei 74,8 Prozent liegt.
Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sank die Zahl der Fälle um vier Prozent auf 655, fast die Hälfte davon ereignete sich im Internet. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich ist mit 90,4 Prozent besonders hoch.
Bei Messerangriffen blieb die Fallzahl mit 86 konstant. Fast alle Taten konnten von der Polizei aufgeklärt werden. Mit 95,3 Prozent erreichte die Aufklärungsquote den höchsten Wert im Fünfjahresvergleich.
Die häusliche Gewalt nahm leicht zu: Partnerschaftsgewalt stieg um 49 Fälle auf 1.248, innerfamiliäre Gewalt um 21 Fälle auf 670. Die Aufklärungsquote liegt in beiden Bereichen bei fast 100 Prozent.
Straftaten gegen Polizeibeamte gingen um 1,3 Prozent auf 298 Fälle zurück. Trotzdem wurden 640 Beamte Opfer von Gewalttaten.
Regional betrachtet ereigneten sich rund zwei Drittel der Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Kaiserslautern, etwa ein Drittel in der Polizeidirektion Pirmasens.
Ein zentraler Baustein der Polizeiarbeit bleibt die Prävention. Im Jahr 2025 führte das Polizeipräsidium Westpfalz 607 Präventionsmaßnahmen durch, an denen 13.003 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Schwerpunkte lagen auf dem Schutz vor sexuellem Missbrauch von Kindern sowie der Bekämpfung von Hass und Hetze.
Die vollständige Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 steht auf der Internetseite der Polizei Rheinland-Pfalz unter https://www.polizei.rlp.de/service/statistiken/kriminalstatistik zum Download bereit. Interessierte können dort auch Grafiken und Tabellen einsehen. Pressevertreter werden gebeten, Ihre Rückfragen per E-Mail an die Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz zu richten.
Polizeipräsidium Westpfalz
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