Kaiserslautern – Letztes Teilstück der Neuen Stadtmitte ist fertig

Kreuzung östlich der Fruchthalle wieder vollständig freigegeben
Mit der Freigabe der Spittelstraße und des Verkehrsknotens östlich der Fruchthalle am 15. Juni wurde eine der größten Baumaßnahmen der vergangenen Jahre nach rund sechsjähriger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen. Damit ist auch der zweite Realisierungsabschnitt der Neuen Stadtmitte endgültig vollendet.
Er umfasste den Bereich Schillerplatz/Am Altenhof, die Fruchthallstraße, den Bereich rund um den Fackelbrunnen, Teile des Burgbergs und die Burgstraße inklusive dem eingangs genannten Knotenpunkt. Ein Megaprojekt, das auch mit entsprechenden Zahlen aufwarten kann: So wurden auf der fünf Fußballfelder großen Fläche insgesamt 5.000 Tonnen Asphalt aufgebrochen und entfernt, zusätzlich 4.000 Tonnen Bodenaushub – das entspricht zusammen über 1.500 Sattelzugladungen.
Um die neuen Anlagen herzustellen, wurden 4.000 Tonnen Schotter und 3.000 Tonnen Asphalt verbaut. 2.500 m² Betonpflaster sowie 400 m² Betonfahrbahn für den ÖPNV wurden hergestellt, dazu 900 m² Radwegenetz und 1.400 m² Grünflächen. Stichwort Grünflächen: Zwar mussten 19 Bäume insgesamt gefällt werden – 15 auf dem Schillerplatz und vier in der Fruchthallstraße –, allerdings wurden insgesamt 36 Bäume neu gepflanzt, davon 17 allein in der Fruchthallstraße.
Über 400 Besprechungs- und Ortstermine während der Bauausführung waren nötig – was aber nicht den Eindruck erwecken sollte, dass es auf der Baustelle ständig haperte. Im Gegenteil: „Die Abläufe waren angesichts der Größenordnung des Projekts geradezu reibungslos“, so Tiefbaureferatsleiter Sebastian Staab beim Rundgang über die Fläche. „Die Kommunikation mit den Baufirmen lief gut, ebenso mit den Anliegerinnen und Anliegern und den am Ausbau beteiligten Unternehmen.“ Mit im Boot waren unter anderem die Stadtentwässerung und die SWK, die die Gelegenheit nutzten, das komplette Leitungsnetz im Untergrund rundzuerneuern, also Wasser und Abwasser, Strom und Fernwärme. Auch Glasfaserleitungen wurden direkt mitverlegt.
Dass es aber auch kitzlige Momente und heiße Phasen gibt, ist bei solch einem Megaprojekt normal. Dafür sorgte allein schon die Stadtplatane, das rund 200 Jahre alte Naturdenkmal mitten in der Baufläche. Ein umfangreiches Baumgutachten wurde eingangs erstellt und auch während der Bauphase unter Einsatz besonderer Maßnahmen immer wieder alles getan, um das weit verflochtene Wurzelwerk zu schützen. Eine bundesweit vorbildliche Vorgehensweise, wie der Baumgutachter bei seinen regelmäßigen Visiten kürzlich erneut bestätigte.
Auch Baudezernent Manuel Steinbrenner ist voll des Lobes für den gelungenen Abschluss der sechsjährigen Bauphase: „Aller Skepsis und allen Unkenrufen zum Trotz ist eine richtig gelungene zusammenhängende Fläche entstanden, die gerade bei Menschen von außerhalb sehr gut ankommt. Ich bedanke mich bei allen, die zu dem Projekt beigetragen haben, und bei allen Anwohnerinnen und Anwohnern für die jahrelange Geduld.“
Quelle/ Fotos: Stadt Kaiserslautern
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