Wenn das Licht nicht mehr reicht

Gute Beleuchtung erleichtert den Alltag älterer Menschen
txn. Verschwimmt bei der abendlichen Lektüre die Schrift des Buches, liegt das nicht immer an der Müdigkeit. Denn gerade ältere Menschen brauchen mehr Licht zum Lesen, mit Mitte 50 sogar schon ein Vielfaches dessen, was in jungen Jahren ausgereicht hat. Eine hellere Beleuchtung gleicht Beeinträchtigungen beim Sehen aus. Auch am Arbeitsplatz hilft besseres Licht dabei, sich zu konzentrieren.
Unsere Augen verändern sich im Laufe des Lebens: Linsen werden trüber und lassen weniger Licht durch. Auf Helligkeitsunterschiede reagieren die Pupillen langsamer, Farb- und Tiefenwahrnehmung lassen nach. Hinzu kommt eine zunehmende Empfindlichkeit gegenüber Blendung und starken Kontrasten. Wer seine Wohnung klug beleuchtet, kann jedoch vieles davon wettmachen. Die Brancheninitiative licht.de empfiehlt älteren Menschen in allen Wohnräumen höhere Beleuchtungsstärken. Dazu greifen wir beim Einkauf einfach nach einem stärkeren Leuchtmittel. Der Wechsel muss sich noch nicht einmal mit einer höheren Stromrechnung bemerkbar machen, weil LED-Leuchtmittel in den vergangenen Jahren sehr viel effizienter geworden sind.
Wie viel Lumen eine Lichtquelle hat, steht auf der Verpackung. 700 bis 750 Lumen sind etwa so hell wie früher eine 60-Watt-Glühlampe. Eine gute Farbwiedergabe lässt uns darüber hinaus Farben richtig wahrnehmen. Mindestens Ra 80 sind angebracht, der Wert darf aber ruhig höher sein.
An bestimmten Stellen lohnt sich eine zusätzliche Leuchte, etwa am Schreibtisch oder Lesesessel. Und in der Küche brauchen ältere Menschen ausreichend Helligkeit auf der Arbeitsfläche. Auch typische Stolperfallen sollten gut beleuchtet sein, etwa Treppen oder dunkle Flure. Ein Mix aus direkter und indirekter Beleuchtung vermeidet Blendung. Das kennen wir beispielsweise von Stehleuchten: ein Teil des Lichts strahlt nach unten, der andere nach oben an Wand und Decke und wird von dort reflektiert.
Sind die Linsen der Augen nicht mehr so transparent wie in jungen Jahren, leidet auch unsere innere Uhr. Sie braucht den Lichtimpuls als Taktgeber, um den Schlafrhythmus über die Hormone richtig zu dirigieren. Die Lichtfarbe ist daher ein weiterer Faktor, der sich auf den Körper auswirkt: Kühles, bläuliches Licht macht ihn morgens munter, während warmweiße Beleuchtung am Abend signalisiert, dass nun die Zeit zum Entspannen gekommen ist.

Quelle: TXN | txn. Auch in der Küche hilft Seniorinnen und Senioren eine verbesserte Beleuchtung bei einzelnen Arbeitsschritten.

| txn-Foto: licht.de/Paulmann
Datum: 10. Oktober 2026|Thema: Angebote und Tipps, Facebook, Top Aktuell|

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