Was tun bei Hitze?

Hitzeschutz wird immer wichtiger für unsere Gesundheit. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Ernährung im Sommer und für ein kühleres Zuhause.
Längere Hitzeperioden und immer mehr Hitzetage stellen viele Menschen vor große Herausforderungen. Hohe Temperaturen belasten den Kreislauf, beeinträchtigen den Schlaf und können insbesondere für ältere Menschen, Kinder und chronisch Erkrankte gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Städte und dicht besiedelte Gebiete heizen sich im Sommer stark auf, da versiegelte Flächen und Gebäude Wärme speichern und nachts nur langsam wieder abgeben. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt praktische Tipps für heiße Tage – von der richtigen Ernährung bis hin zum kühlen Wohnen.
An heißen Tagen helfen leichte und wasserreiche Speisen dabei, dem Körper die Verdauung zu erleichtern. Empfehlenswert sind beispielsweise Obst, Gemüse, Salate oder kalte Suppen. Außerdem empfiehlt es sich, den Mineralstoffhaushalt im Blick zu behalten. Salzhaltige Speisen können dabei helfen, die Verluste beim Schwitzen auszugleichen. Auch ausreichendes Trinken ist wichtig. Geeignet sind Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen. Alkoholische Getränke sowie sehr zuckerhaltige oder koffeinhaltige Getränke können den Körper zusätzlich belasten.
„Bei hohen Temperaturen arbeitet der Körper auf Hochtouren, um sich abzukühlen. Eine angepasste Ernährung und ausreichendes Trinken unterstützen den Organismus dabei und helfen, Kreislaufproblemen und Erschöpfung vorzubeugen“, erklärt Sophie Ickler, Fachbereichsleiterin Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
Neben der Ernährung spielt auch die Wohnsituation eine wichtige Rolle. Ist ein Zuhause erst einmal stark aufgeheizt, lässt es sich oft nur schwer wieder abkühlen. Deshalb gilt: Die Hitze möglichst gar nicht erst hereinlassen. Hilfreich sind angepasstes Lüften in den frühen Morgenstunden oder nachts sowie das konsequente Verschatten von Fenstern und Glasflächen.
„Das nachträgliche Abkühlen aufgeheizter Wohnräume ist oft mühsam und kann viel Energie verbrauchen, wenn Klimageräte zum Einsatz kommen.“, so Martina Rittersdorf, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Umso wichtiger ist es, frühzeitig Maßnahmen zum sommerlichen Hitzeschutz umzusetzen.“
Auch bauliche Maßnahmen können langfristig für angenehmere Temperaturen sorgen. Dazu zählen beispielsweise außenliegender Sonnenschutz, Wärmedämmung oder Dach- und Fassadenbegrünungen. Die Dämmung der Gebäudehülle schützt nicht nur im Sommer vor Hitze, sondern hilft im Winter zusätzlich beim Energiesparen.
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz unterstützt Verbraucherinnen und Verbraucher mit kostenfreien Beratungen, Informationsangeboten und Web-Seminaren rund um Hitzeschutz, gesundes Verhalten bei hohen Temperaturen und energieeffizientes Wohnen. Am 17. Juni um 18 Uhr findet das Web-Seminar „Was tun bei Hitze? Tipps für Wohnraum und Ernährung im Sommer“ statt. Dort erhalten Teilnehmende praktische Hinweise, wie sie sich und ihr Zuhause besser auf heiße Tage vorbereiten können.
Kostenfreie Anmeldung unter: www.verbraucherzentrale-rlp.de/webseminare-rlp
Quelle:VZ-RLP | Foto: dusanpetkovic / iStock.com
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