Fahrrad sichern – Diebstahl vorbeugen

Keine Chance für Fahrraddiebe
Mit den ersten warmen Tagen zieht es wieder mehr Menschen aufs Fahrrad. Mit der steigenden Zahl von Radfahrenden steigt auch die Relevanz von Maßnahmen zum Schutz vor Fahrraddiebstahl. Allein im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Rheinland-Pfalz 4.971 gestohlene Fahrräder. Besonders an stark frequentierten Stellplätzen – etwa an Bahnhöfen, Sportanlagen oder Freizeiteinrichtungen – sind Fahrraddiebe verstärkt aktiv.
Nach Beobachtungen der Polizei schlagen Täter häufig dort zu, wo Fahrräder schlecht gesichert oder unbeobachtet sind: nicht ausreichend beleuchtende Ecken, an abgelegenen Orten oder in schlecht einsehbaren Straßen.
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das eigene Fahrrad jedoch wirksam vor Diebstahl schützen.
Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geben dazu folgende Tipps:
- Hochwertiges Schloss verwenden:
Der beste Schutz gegen Fahrraddiebstahl ist ein stabiles Schloss. Massive Stahlketten-, Falt-, Bügel- oder Panzerkabelschlösser bieten einen deutlich besseren Schutz als einfache Modelle. Wichtig: Das Fahrrad immer mit Rahmen sowie Vorder- und Hinterrad an einem festen Gegenstand anschließen, damit es nicht einfach weggetragen werden kann. - GPS-Tracker nutzen:
Moderne GPS-Tracker, die mit einer Smartphone-App verbunden sind, können helfen, ein gestohlenes Fahrrad schneller wiederzufinden. - Fahrrad codieren lassen:
Eine Fahrradcodierung oder dauerhafte Kennzeichnung erschwert den Weiterverkauf gestohlener Räder erheblich. Für Ermittlungen nach einem Diebstahl sind die individuellen Daten des Fahrrads – etwa Rahmen- oder Codiernummer – besonders wichtig. Diese sollten im sogenannten Fahrradpass dokumentiert werden.
Der Fahrradpass ist kostenlos als Faltblatt bei den polizeilichen Beratungsstellen erhältlich oder online abrufbar unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/diebstahl-von-zweiraedern/fahrradpass/
Auch ein Blick auf den Versicherungsschutz kann sinnvoll sein. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt, insbesondere teure Fahrräder entsprechend abzusichern. Über eine Hausratversicherung kann das Rad gegen Einbruchdiebstahl in Keller oder Garage geschützt werden. Wer keine Hausratversicherung besitzt oder Leistungen gegen einfachen Diebstahl, Vandalismus oder umfangreicheren Kaskoschutz möchte, kann eine spezielle Fahrradversicherung in Betracht ziehen. Gute Spezialversicherungen bieten je nach Police oft einen deutlich umfassenderen Schutz als eine klassische Hausratversicherung sind aber auch entsprechend teurer.
Wer bereits eine Hausratversicherung besitzt, sollte prüfen, ob der Fahrradschutz in der Police enthalten ist. Spezialversicherungen lassen sich meist online oder direkt beim Fahrradhändler abschließen. Ein Anbietervergleich lohnt sich in jedem Fall.
Einen aktuellen Testbericht zu Fahrradversicherungen bietet die Stiftung Warentest unter https://www.test.de/.
VZ-RLP
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