Kaiserslautern – Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept für zukünftige Planungen und Maßnahmen beschlossen

Bürgerinformationsveranstaltung zur Vorstellung des Konzepts geplant
Der Stadtrat hat am Montag, 23. Juni 2025, einstimmig beschlossen, dass das Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept (HWSRVK) für die Stadt Kaiserslautern als Grundlage für zukünftige Planungen und Maßnahmen im Bereich des Hochwasser- und Starkregenschutzes dienen sowie in die Bauleitplanung integriert werden soll. Die Verwaltung wird aufbauend auf dem Konzept priorisierte Maßnahmenvorschläge erarbeiten und Fördermöglichkeiten prüfen.
Fachliche Prognosen gehen davon aus, dass extreme Wetterereignisse mit lokalem Starkregen und daraus resultierenden Überflutungen künftig häufiger auftreten werden. Um dem standhalten zu können, ist ein strukturierter und vorausschauender Umgang mit Starkregen- und Hochwasserrisiken notwendig. „Das Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept ist ein wichtiger Schritt, um Kaiserslautern auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten“, erklärt Umweltdezernent Manuel Steinbrenner. „Anhand des strukturierten Konzepts, an dem auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligt wurden, möchten wir Maßnahmen ergreifen, die uns vor den Folgen schützen.“
Das HWSRVK verfolgt das Ziel, Risikobereiche zu identifizieren, Handlungsfelder aufzuzeigen sowie konkrete Maßnahmen zur Schadensminimierung zu entwickeln. Es soll sowohl die Stadtverwaltung als auch die Bürgerinnen und Bürgern bestmöglich auf künftige Starkregenereignisse vorbereiten und vor Schäden schützen – im Rahmen des technisch und wirtschaftlich Machbaren. Ein vollständiger Schutz kann dabei nicht gewährleistet werden, weshalb auch der individuelle Beitrag jedes Einzelnen zur Schadensvorsorge notwendig ist. Hochwasserschutz ist als eine gemeinsame Aufgabe von Staat, Kommune und Bürgerschaft zu verstehen.
Das HWSRVK umfasst unter anderem die Gewässerunterhaltung, eine optimierte Wasserführung, den Wasserrückhalt in der Fläche, Vorsorgemaßnahmen wie den verbesserten Schutz von Gebäuden und eine Optimierung der Warnsysteme. Die Entwicklung des Konzepts erfolgte unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sowie relevanter Träger öffentlicher Belange bei Workshops und auf der Online-Beteiligungsplattform www.KLmitWirkung.de. Dadurch sollten in der Bevölkerung auch das Bewusstsein für die Risiken geschärft, Vorsorgemöglichkeiten aufgezeigt und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickelt werden. Die Stadtverwaltung wird die Bürgerinnen und Bürger weiterhin über die Hochwasser- und Starkregenvorsorge informieren. So wird auch das finale HWSRVK bei einer Bürgerinformationsveranstaltung im Herbst vorgestellt – der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.
Das HWSRVK wird zu 90 Prozent mit Fördermitteln der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz erstellt. Das Konzept umfasst viele Maßnahmen – von privaten Objektschutzmaßnahmen der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bis hin zu technischen Hochwasserschutzmaßnahmen der Stadtverwaltung. Zahlreiche auf Grundlage des HWSRVK erarbeitete Maßnahmen können von der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz mit bis zu 80 Prozent gefördert werden. Bis zum Herbst 2025 wird eine erste Maßnahmenliste für die kommenden fünf Jahre erarbeitet, die den Ratsgremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden wird.
Erstellt wurde das HWSRVK vom Ingenieurbüro Reihsner aus Wittlich. Das finale Konzept wird ab Oktober 2025 sowohl auf der Website der Stadt Kaiserslautern unter www.kaiserslautern.de veröffentlicht als auch im Amtsblatt bekanntgegeben und somit allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht.
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