Zentrale Ausländerbehörde verzeichnet über 400 Anfragen zum beschleunigten Fachkräfteverfahren

Seit Januar ist Kaiserslautern zuständig für die Fachkräfteeinwanderung in Rheinland-Pfalz
Der Fachkräftemangel ist in etlichen Branchen existent, die Mehrzahl der Arbeitgeber beklagt, dass gerade jetzt, bei anziehender Wirtschaftsaktivität, keine geeigneten und qualifizierten Kräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden. Dadurch erlangt das Beschleunigte Fachkräfteverfahren, um Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, aktuell große Bedeutung für viele Arbeitgeber.
Seit Jahresbeginn für ganz Rheinland-Pfalz zentral zuständig für diese Verfahren ist die Zentrale Ausländerbehörde für Fachkräfteeinwanderung Rheinland-Pfalz bei der Stadt Kaiserslautern. Nach pandemiebedingt verhaltenem Start im Januar erfreut sich die Zentrale Fachkräftebehörde seitdem stetig steigender Fallzahlen. „Unsere Behörde wird sehr gut angenommen und verzeichnet bisher über 400 konkrete Anfragen. Das heißt, der Arbeitgeber hat bereits eine Fachkraft gefunden und uns entsprechende Dokumente zur Durchführung des Verfahrens übermittelt“, erklärt der Leiter der Zentralen Ausländerbehörde, Andreas Adelmann.
Seit Beginn des Jahres habe man bis Ende Oktober bereits für ca. 200 Verfahren Vorabzustimmungen nach § 81a AufenthG ausgestellt und damit das Verfahren positiv abgeschlossen. „Darüber hinaus erhalten wir täglich zahlreiche telefonische Anfragen, bei denen primär Arbeitgeber, aber auch sonstige Interessierte zu dem beschleunigten Fachkräfteverfahren beraten oder an die zuständigen Stellen verwiesen werden.“ Die meisten Anfragen erfolgen derzeit für Fachkräfte aus Marokko und den Westbalkan-Staaten.
Wie Adelmann berichtet, hat die Behörde in den vergangenen Monaten auch den Wiederaufbau im Ahrtal unterstützt. „Für Unternehmen, die für den Wiederaufbau in den Hochwassergebieten Aufträge erhalten haben, gelten zeitlich begrenzte Sonderregelungen für die Einreise. Dazu beraten wir gerne.“
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