Wildtiere füttern? Nicht nur schädlich, auch verboten!


Essensreste sind keine artgerechte Nahrung für Wildschweine, Enten und Co.
Viele haben Freude daran, wenn sie am Weiher ein paar Enten oder Gänse mit Brotresten anlocken. Selten kann man die Tiere so nah beobachten. Gerade in der kühler werdenden Jahreszeit sorgen sich Tierliebhaber um das Nahrungsaufkommen wildlebender Arten im Stadtgebiet oder am Stadtrand – und richtet durch ein zusätzliches Angebot von Futter ungewollt Schaden an. Die Tiere merken sich die Futterstellen und kommen immer wieder an den Ort der Nahrungsquelle zurück.
Kaum jemanden ist bekannt, dass menschliche Essensreste keine artgerechte Nahrung für Wildtiere darstellen, die das Dargebotene zwar gerne fressen, es jedoch oftmals nicht vertragen. Zudem verlieren Wildschweine, Füchse, Enten, Marder oder auch Waschbären schnell ihre natürliche Scheu gegenüber den Menschen. Sie werden mehr und mehr zur Gefahr, wenn sie auf der Suche nach Essbarem durch die Wohngebiete streifen. Vermehrte Verkehrsunfälle sind eine mögliche Folge. Es lauern aber noch weitere Gefahren. „In einigen Ortsbezirken gibt es Wildschweinrotten, die die Gärten der Menschen immer wieder verwüsten auf der Suche nach Futter“, berichtet Umweltdezernent Peter Kiefer. Nicht selten wurden die Tiere vorab von vermeintlichen Tierliebhabern mit Futter angelockt. Auch ungesicherte Komposthaufen oder Fallobst locken die Tiere an, die sich so dann schnell und unkontrolliert vermehren. Ein Teufelskreislauf.
Was also kann man tun? „Bitte unterlassen Sie dringend, Wildtiere gewollt oder ungewollt mit zusätzlicher Nahrung zu versorgen“, warnt der Beigeordnete. Es drohen Bußgelder bis zu einer Höhe von 5.000 Euro. Wer sich vor ungebetenen Gästen – insbesondere vor Wildschweinen – schützen will, sollte seine Gärten durch starke Zäune sichern und Abfallbehälter stets verschlossen halten. Bei einer Begegnung mit einem oder mehreren Schwarzkitteln ist es ratsam, Ruhe zu bewahren und zu versuchen, den Abstand zu vergrößern. Denn fühlen sich die Tiere in die Enge getrieben, können gerade Bachen mit Frischlingen schnell aggressiv reagieren.
Bei Fragen zum Thema stehen die Ordnungsbehörde unter Telefon 0631 365 2717 oder die untere Jagdbehörde unter Telefon 0631 365 4830 zur Verfügung.
Auch Perscheid zeigt uns, dass Nahrungsmittel, die für Menschen gedacht sind, meist sehr ungeeignet für Tiere sind.

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