Neustadt /Wstr. – Klimaschutz: Stadtrat sieht messbare Fortschritte

Der Klimaschutz in Neustadt an der Weinstraße kommt voran – Schritt für Schritt, messbar und transparent. In seiner Sitzung am 4. Februar 2026 hat der Stadtrat den Klimaschutzbericht 2024 zur Kenntnis genommen. Damit liegt erneut eine fundierte Standortbestimmung vor, die zeigt, wo die Stadt heute steht, welche Fortschritte erreicht wurden und wo weiterhin entschlossenes Handeln gefragt ist.
Transparenz als Grundlage für Vertrauen und Steuerung
Der Klimaschutzbericht ist Teil der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie und wird jährlich von der Stabstelle Klimaschutz, Klimaanpassung und nachhaltige Entwicklung veröffentlicht. Er verbindet die langfristigen Klimaziele der Stadt mit aktuellen Daten und dem konkreten Umsetzungsstand von Maßnahmen. Dabei werden zwei Ebenen klar voneinander unterschieden: die gesamtstädtische Entwicklung, basierend auf externen Daten für das Jahr 2023, und die Entwicklung innerhalb der Stadtverwaltung, für die aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2024 vorliegen.
Erneuerbare Energien und Energieeinsparung zeigen Wirkung
Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf dem Ausbau erneuerbarer Energien. Bereits heute decken erneuerbare Quellen 15,5 Prozent des Strombedarfs der Gesamtstadt. Durch das Repowering bestehender Photovoltaik-Freiflächenanlagen und weitere geplante Projekte ist bis 2030 eine deutliche Steigerung vorgesehen. Auch die Stadtverwaltung geht voran: 21 Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden mit einer Gesamtleistung von rund 720 Kilowattpeak waren Ende 2024 in Betrieb. Besonders greifbar sind die Erfolge bei der Straßenbeleuchtung. Die konsequente Umrüstung auf LED-Technik hat den Stromverbrauch seit 2016 um rund 40 Prozent gesenkt. Allein im Jahr 2024 konnten so Energiekosten von etwa 445.000 Euro vermieden werden – ein Gewinn für Klima und Stadthaushalt gleichermaßen.
Wärme und Verkehr bleiben zentrale Herausforderungen
Der Bericht benennt offen die Bereiche, in denen der Handlungsbedarf weiterhin hoch ist. Vor allem der Wärmesektor stellt eine große Herausforderung dar. Der beschlossene kommunale Wärmeplan bildet hier die strategische Leitplanke, um die Wärmeversorgung schrittweise klimafreundlicher auszurichten. Auch im Verkehrsbereich sind die Einsparpotenziale groß. Der Klimaschutzbericht macht deutlich, dass der Umstieg auf klimafreundliche Antriebe Zeit, Planung und gezielte Investitionen erfordert. Diese ehrliche Bestandsaufnahme ist ein wichtiger Schritt, um realistische und wirksame Lösungen zu entwickeln.
Fördermittel und Beteiligung stärken den gemeinsamen Weg
Der Klimaschutzbericht 2024 dokumentiert zudem den erfolgreichen Einsatz von Fördermitteln: In den Jahren 2022 bis 2024 konnten Fördergelder mit einem Gesamtvolumen von über fünf Millionen Euro eingeworben werden. Programme wie die KIPKI-Bürgerförderung unterstützen zusätzlich private Initiativen und zeigen, dass Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist, bei der viele mitwirken können.
Klimaschutz als langfristige Aufgabe mit klarer Richtung
Die Ergebnisse aus dem Klimaschutzberichts bekräftigen den vom Stadtrat eingeschlagenen Weg. Neustadt erzielt kontinuierlich Fortschritte, benennt Herausforderungen klar und stellt die Weichen für die kommenden Jahre. „Klimaschutz ist kein kurzfristiges Projekt, sondern ein langfristiger Prozess – getragen von Verwaltung, Politik und Bürgerschaft gemeinsam“, fasste Beigeordnete Johanna Kunzendorff zusammen.
Neustadt an der Weinstraße
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