Kinder- und Jugendambulanz der RPTU in Landau: Mehr Platz für Psychotherapie und Ausbildung

RPTU | Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern Landau
Kinder- und Jugendambulanz: Mehr Platz für Psychotherapie und Ausbildung
Die Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendlich der RPTU in Landau verfügt seit Kurzem über zusätzliche Räume. Die nun 16 Therapiezimmer, zwei Seminarräume und zwei Kleingruppenräumen im Quartier Chopin (Ostbahnstraße 12) bieten mehr Platz für die Behandlung von jungen Patientinnen und Patienten und für das Lehrangebot für Studierende der Psychologie. Ermöglicht hat die Erweiterung eine Finanzierung durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit.
Die Kinder- und Jugendambulanz ist eine Lehr- und Forschungseinrichtung. Eröffnet wurde sie 2014. Seitdem hat sich die Ambulanz als wichtige Anlaufstelle etabliert und leistet in Landau und der Region einen großen Beitrag zur psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Jährlich werden dort rund 650 junge Patientinnen und Patienten verhaltenstherapeutisch behandelt. Neben dem anhaltend hohen Bedarf an Psychotherapie hat der neue Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie eine Erweiterung der räumlichen Kapazitäten erforderlich gemacht. Dieser sieht mit einer erweiterten patientenorientierten Lehre einen stärkeren Einbezug der Studierenden in die praktische Arbeit der Ambulanz vor. Denn mit der Erneuerung des Psychotherapeutengesetzes 2020 hat sich der Weg in den psychotherapeutischen Beruf grundlegend geändert. Studierende legen nun direkt nach Ende ihres Masterstudiums eine Approbationsprüfung ab und sind somit berechtigt, den psychotherapeutischen Beruf auszuüben – allerdings ohne Niederlassung. In der Kinder- und Jugendambulanz werden Therapien im Rahmen von Psychotherapiestudien mit dem Ziel durchgeführt, neue Therapieformen zu überprüfen und somit Therapien stetig zu verbessern.
„Während Corona haben wir einen deutlichen Anstieg an Therapiebedarf erlebt, der nach wie vor anhält“, unterstreicht Tina In-Albon, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jungendalters und Leiterin der Ambulanz. Derzeit arbeiten 45 Psychotherapeutinnen und -therapeuten in der Ambulanz. Ein Schwerpunkt der Behandlungen liegt bei Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Aber auch andere belastende Verhaltensmuster wie ADHS, Zwangs- oder Essstörungen werden therapiert. Da die Wartezeiten auf einen Therapieplatz auch in der Ambulanz lang sein können, hat das Team für die schnelle erste Hilfe das psychotherapeutische Beratungsangebot „Deine Themenwelten“ ins Leben gerufen. Immer dienstags, von 14 bis 17 Uhr, wird Kindern und Jugendlichen, die jemanden zum Reden brauchen, ein offenes Ohr angeboten. Das Angebot ist anonym, unverbindlich und kostenfrei.
Weiterführende Informationen zum Therapieangebot der Landauer Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche, zur Anmeldemöglichkeit für das Beratungsangebot „Deine Themenwelten“ sowie Kontaktdaten gibt es im Web unter psy.rptu.de/ambulanz-kiju.
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