Kaiserslautern – Sinfoniekonzert: „Jupiter, Ethel und Manfred“

Am 16. Januar 2026 in der Fruchthalle Kaiserslautern
„Frauenpower“ ist im Sinfoniekonzert der Pfalzphilharmonie Kaiserslautern am 16. Januar 2026, 19:30 Uhr, in der Fruchthalle angesagt. Um 18:45 Uhr gibt es eine Einführung im Roten Saal.
Ein programmatischer Schwerpunkt der städtischen Konzertreihe in dieser Saison ist, Frauen im männlich dominierten Konzertbetrieb vorzustellen. Die englische Komponistin Ethel Smyth (1858–1944) musste sich die Erlaubnis zu einem Kompositionsstudium wie auch ihren Platz in den Konzertsälen und Opernhäusern regelrecht erkämpfen. Darüber hinaus trat sie mit Vehemenz für Frauenrechte und das Frauenwahlrecht ein, wofür sie sogar eine zweimonatige Gefängnisstrafe verbüßen musste. Erst in den letzten Jahren findet ihr Werk im spätromantischen Tonfall wieder verstärkt Beachtung, wie verstärkt Konzertdarbietungen und Aufführungen ihrer Opern zuletzt in Wuppertal und in Karlsruhe, aber auch zahlreiche Publikationen beweisen. Aus ihrem umfangreichen Schaffen, das von Kammermusik und Liedern über Orchester- und Chorwerken bis zur Oper reicht, erklingt das bemerkenswerte Doppelkonzert für Violine und Horn von 1928 – natürlich mit zwei Solistinnen, der Geigerin Grace Kyung Eun Lee und der Hornistin Haeree Yoo.
Als männliches Gegengewicht wird das Programm ergänzt durch die berühmte „Manfred“-Ouvertüre von Robert Schumann aus der Schauspielmusik nach Lord Byron – Romantik pur. Schumann hat sich offenbar sehr mit dem Titelhelden von Byrons Drama identifizieren können. Seine innere Zerrissenheit war dem Komponisten ganz offenkundig nicht fremd, schon die Ouvertüre ist als packendes musikalisches Seelendrama zu verstehen. Der Göttervater Jupiter war sicher alles andere als ein Feminist, aber Mozarts letzte Sinfonie im strahlenden C-Dur kann nicht anders als göttlich genannt werden. Dabei stammt der Beiname „Jupiter-Sinfonie“ nicht vom Komponisten, er wurde erst Anfang des 19. Jahrhundert etabliert, um den strahlend-festlichen Charakter der Komposition herauszustellen. Die im Sommer 1788 entstandene Sinfonie Nr. 41 C-Dur ist nicht nur Mozarts letzte Komposition in dieser Gattung, sie markiert in ihrer groß angelegten Form auch den Übergang zu Beethovens Sinfonie-Verständnis zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Die Leitung des Konzertabends liegt in den Händen der jungen polnischen Dirigentin Agata Zaj¹c, die mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde und bereits mit renommierten Orchestern in ganz Europa wie u. a. dem BBC Philharmonic Orchestra, den Grazer Philharmonikern, dem Orchestre National de Metz, der Malmö Opera, dem Malta Philharmonic Orchestra, der Philharmonie Stettin und der Philharmonie Posen gearbeitet hat.
Konzertkarten von 30,00 bis 11,50 Euro und weitere Informationen gibt es unter fruchthalle.de oder unter kaiserslautern.de sowie telefonisch unter 0631 365-3452. Außerdem sind Tickets in der Tourist-Information, Fruchthallstraße 14, Tel. 0631 365-2316, beim Thalia Ticketservice, Tel. 0631 36219-814, und bei allen weiteren VVK-Stellen (Ticket-Hotline: 01806-57 00 00) oder im Internet unter eventim.de erhältlich.
Die Eintrittskarte berechtigt am Veranstaltungstag zur kostenlosen Hin- und Rückfahrt bis zum folgenden Tag 3:00 Uhr mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln (bei der DB: RE, RB und S-Bahn; im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), 2. Klasse).
Referat Kultur | Stadt Kaiserslautern
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16. Januar 2026 - 19:30 Uhr bis 23:59 Uhr
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