Kaiserslautern- Kinder stärken und Selbstbewusstsein geben

Kaiserslauterer Kitas stellten „Starke Kinder Kiste“ vor
Jugenddezernentin Anja Pfeiffer besuchte am Donnerstag, 18. Juni 2026, die Kindertagesstätte „Kleine Strolche“, um sich die „Starke Kinder Kiste“ vorstellen zu lassen. Es handelt sich dabei um ein Präventionsprojekt der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel, bei dem Kinder lernen, sich selbst vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Ziel ist es, Kinder frühzeitig zu stärken, Fachkräfte zu schulen und Schutzkonzepte in Kitas wirksam umzusetzen.
„Mit der ‚Starken Kinder Kiste‘ können die Fachkräfte unter Einbezug der Eltern frühzeitig mit der Ich-Stärkung der Kinder beginnen. Das Projekt ist außerdem ein wichtiger Baustein für die Umsetzung unseres Schutzkonzepts“, erklärt Beigeordnete Anja Pfeiffer. „Wir werden den Verlauf des Projekts intensiv verfolgen. Es ist mir ein persönliches Anliegen, Kinder so früh wie möglich zu informieren und stark zu machen.“
Die Stadt Kaiserslautern verfügt über zwei Kisten, die von insgesamt sechs Kindertagesstätten genutzt werden. Ein Verbund aus je drei Kitas teilt sich eine Kiste: Die Kita Kleine Strolche, die Kita Waldwichtel und die Kita Lummerland nutzen eine Kiste sowie die Kita Tausendfüßler, die Kita Kinderwelt und die Kita Villa Winzig. Da die „Starke Kinder Kiste“ jeweils sechs Wochen in Benutzung ist und insbesondere Vorschulkinder ansprechen soll, können die Materialien abwechselnd genutzt werden.
Die strukturierte und evaluierte „Starke Kinder Kiste“ ist im Baukastensystem ganzheitlich in den Kitas umsetzbar. Eine Kiste enthält unter anderem Fachbücher, Kinderbücher, CDs, Magnettafeln und die Handspielpuppe Katze „Kim“. Auch verschiedene Spiele sind Teil der Kiste, wie beispielswiese zu guten und schlechten Geheimnissen. „Die Materialien der ,Starken Kinder Kiste‘ sind hochwertig gefertigt und machen Lust auf nachhaltige Präventionsarbeit in den Kitas. So kann die Kiste die beteiligten Kinder stärken, ihnen mehr Selbstbewusstsein geben und so besser schützen, ohne den Kindern die Verantwortung zu übertragen“, begrüßt Anja Pfeiffer das Konzept.
Darüber hinaus ist eine eintägige Fortbildung für die Kita-Fachkräfte in dem Projekt enthalten. Dabei lernen die Fachkräfte, wie sexueller Missbrauch aufgedeckt werden kann, welche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung stehen und wie sie mit dem umgehen, was die Kinder ihnen erzählen. Neben der Stärkung der Kinder geht es daher auch darum, sexuellen Missbrauch frühzeitig zu erkennen.
Die „Starke Kinder Kiste“, ist ein Projekt der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel für den frühen Schutz von Kita-Kindern vor sexuellem Missbrauch. Dahinter steht das „Echte Schätze“-Präventionsprogramm des Petze-Instituts. Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel schützt und stärkt Kinder vor körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt. Mit der „Starken Kinder Kiste“ möchte sie bundesweit bis zu 5.000 Kitas erreichen – mit dem Ziel, rund 500.000 Kinder zu stärken und dadurch besser zu schützen.
Weitere zu dem Projekt gibt es unter www.starkekinderkiste.de.
Quelle/ Fotos (c): Stadt Kaiserslautern
BU1: Die „Starke Kinder Kiste“ enthält vielfältige Materialien für eine nachhaltige Präventionsarbeit.
BU2: Jugenddezernentin Anja Pfeiffer (5.v.r.) sowie Vertreterinnen und Vertreter der sechs teilnehmenden Kitas begrüßen das Projekt „Starke Kinder Kiste“.
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