Kaiserslautern – Jugendliche Perspektiven auf Erinnerung und Verantwortung – Deutsch-französische Schülerausstellung im Rathausfoyer eröffnet

Deutsch-französische Schülerausstellung im Rathausfoyer eröffnet
Wie junge Menschen heute auf Geschichte blicken, wird seit kurzem im Foyer des Rathauses Kaiserslautern sichtbar. Dort wurde am Nachmittag des 27. Januar die deutsch-französische Schülerausstellung „Wider das Vergessen“ eröffnet, die anlässlich des Holocaustgedenktags Beiträge von Schülerinnen und Schülern aus Kaiserslautern und der französischen Partnerstadt Saint-Quentin zusammenführt.
Oberbürgermeisterin Beate Kimmel würdigte zur Eröffnung die besondere Rolle junger Menschen in der Erinnerungskultur. Die Schülerinnen und Schüler hätten sich mit schweren und belastenden Themen auseinandergesetzt, so Kimmel. „Umso beeindruckender ist es, dass sie hingeschaut, nachgefragt und ihre Gedanken und Empfindungen in dieser Ausstellung sichtbar gemacht haben.“
Eine bemerkenswerte Bereicherung der Ausstellung bilden die Beiträge aus Saint-Quentin, die bereits mit dem Prix Annie et Charles Corrin ausgezeichnet wurden. Mit diesem Preis werden Projekte gewürdigt, die an die Shoah erinnern und sich klar gegen Diskriminierung und Ausgrenzung richten. „Dass diese preisgekrönten Arbeiten nun hier in Kaiserslautern gezeigt werden, ist für uns etwas ganz Besonderes“, sagte die Oberbürgermeisterin.
Kimmel hob zudem die Bedeutung der deutsch-französischen Begegnung hervor: „Wenn junge Menschen aus verschiedenen Ländern sich mit Geschichte beschäftigen und darüber ins Gespräch kommen, entsteht etwas, das weit über diese Ausstellung hinauswirkt.“ Solche Begegnungen zeigten, „was Europa im besten Sinne ausmacht: Austausch, gegenseitiges Verständnis und gemeinsames Lernen“.
Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung von Milena Brass vom Hohenstaufen-Gymnasium an der Harfe sowie von Mael Konstanzer vom Burggymnasium an der Gitarre.
Die Ausstellung „Wider das Vergessen“ ist noch bis 6. Februar 2026 im Foyer des Rathauses zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. „Die Arbeiten, die wir hier sehen, zeigen, wie lebendig und relevant Erinnern sein kann“, sagte Kimmel abschließend. Sie machten deutlich, „dass Toleranz, Respekt und Menschlichkeit nicht einfach Worte sind, sondern Werte, die uns gemeinsam Selbstverpflichtung sein sollten“.
Teilnehmende Schulen sind das Burggymnasium, das Hohenstaufen-Gymnasium und die Berufsbildende Schule (BBS) I Technik sowie das Lycée Jean Bouin.
Foto: Elisabeth Krummel, Florence Kernec’h mit Oberbürgermeisterin Beate Kimmel vor einem der Exponate. | Stadt Kaiserslautern
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