Kaiserslautern – Der Kaiser wird digital wieder wach

Kultur- und KI-Projekt „Frag Friedrich Barbarossa“ zum Stadtjubiläum
Einmal persönlich mit Kaiser Barbarossa sprechen? Das geht ab sofort anlässlich des Stadtjubiläums im Stadtmuseum Kaiserslautern. Dank moderner KI-Technologie lernen alle Besucherinnen und Besuchern nun einen Avatar des Kaisers als digitalen Gesprächspartner kennen – lebendig und humorvoll.
Das KI-Projekt „Frag Friedrich Barbarossa“ nutzt fortschrittliche Technologie, um das historische Erbe der Stadt Kaiserslautern auf innovative Weise zu vermitteln. Über einen 3D-Avatar, der den Kaiser in der Pracht des goldenen sogenannten Cappenberger Kopfes darstellt, können Besucherinnen und Besucher im Stadtmuseum nicht nur mehr über Barbarossas Leben und seine Bedeutung für Kaiserslautern erfahren, sondern auch direkt mit ihm sprechen. Der digitale Kaiser wurde mit modernsten KI-Tools erstellt, um ein interaktives Erlebnis zu bieten, das Geschichte lebendig und greifbar macht.
„Obwohl interaktive Medienstationen heute in vielen Museen verbreitet sind, gehört ein sprechender, dialogfähiger, webbasierter 3D-Avatar zu den technologischen Ausnahmen“, erklärt Ideengeber und Schöpfer Christoph Dammann, Leiter des Kulturreferats der Stadt. Vergleichbare Systeme – etwa „Digital Einstein“ der Universität Bern oder KI-basierte Museumsassistenten wie „Ask Mona“ – existieren bislang meist nur als Forschungsprojekte oder ohne animiertes Gesicht. Damit zählt der Barbarossa-Avatar zu den ersten echtzeitfähigen, öffentlich zugänglichen 3D-Kulturfiguren, die Besucherinnen und Besuchern Fragen über die Vergangenheit und darüber hinaus beantworten können, falls notwendig mit Rückgriff auf Wikipedia und auch mit einem „Augenzwinkern“.
„Ich wollte für unser Stadtjubiläum einen Anziehungspunkt in unserem Stadtmuseum schaffen, der ein besonderes Erlebnis bietet“, so Dammann. „Für mich war dabei auch sehr faszinierend, dass jemand wie ich, der kein Computerspezialist ist, mit Hilfe von KI so etwas ganz allein entwickeln kann, angefangen von der ersten Erstellung des 3D-Modells bis zur Konzeption und Umsetzung der komplexen Programmierung, Einbindung der Spracherkennung, der KI-Antworten und der synchronen Animation.“
Der Avatar basiert auf einer Kombination aus 3D-Modellierung, Künstlicher Intelligenz (KI) und Spracherkennung. Durch die Integration aktuellster Sprach- und Animationssoftware kann der Avatar in Echtzeit mit Menschen interagieren. „Dies eröffnet eine völlig neue Art der Kulturvermittlung, die besonders jüngere Generationen anspricht und für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich ist“, so Bernd Klesmann, Leiter des Stadtmuseums Kaiserslautern. „Das Projekt ‚Frag Friedrich Barbarossa‘ unterstreicht die Ausstrahlung unserer Stadt als Kultur- und Hochtechnologie-Standort und trägt dazu bei, unser kulturelles Erbe auf eine zeitgemäße Weise zu bewahren und zu vermitteln“, zeigt sich auch Bürgermeister und Kulturdezernent Manfred Schulz begeistert.
Günstig dank Eigenleistung
Das „Frag-Friedrich-Barbarossa“-Projekt überzeugt auch durch außergewöhnliche Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Das Projekt wurde in Eigenregie von Christoph Dammann und dem Stadtmuseum Kaiserslautern entwickelt. Einzig der Lautrer Spezialist Tilman Weis, Absolvent des Studienganges „Virtual Design“ der Hochschule Kaiserslautern, hat bei der Erstellung der Mimik des Avatars Unterstützung geleistet.
Die laufenden Betriebskosten des Avatars belaufen sich auf unter 20 Euro pro Monat. Vergleicht man das mit typischen, aufwendigen Museums‑ oder Ausstellungsinstallationen, zeigt sich der Vorteil deutlich: Solche Projekte verwenden häufig eigens eingerichtete Multimedia‑Server, proprietäre Software, teure Hardware, Lizenz‑ und Wartungskosten – was leicht zu Kosten von mehreren hundert oder tausend Euro pro Monat führt. „Mit dieser Struktur bietet das Projekt eine effiziente, nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Alternative zu klassischen, kostenintensiven Museumsinstallationen, ohne dass Funktionalität, Interaktivität oder Publikumswirksamkeit darunter leiden“, freut sich Bürgermeister Schulz.
BU: Die kaiserliche KI wartet direkt im Foyer des Museums auf die Fragen der Besucherinnen und Besucher.
BU Dammann Schulz: Bei der Präsentation gab sich Friedrich im Gespräch mit ihrem Schöpfer Christoph Dammann sehr redselig. Im Hintergrund Bürgermeister Manfred Schulz.
Fotos: Stadt Kaiserslautern
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