Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH | Zahl des Monats: 1/6

Rund ein Sechstel der installierten Bioenergie-Leistung zur Stromerzeugung von 195 MW* in Rheinland-Pfalz stammt aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm. Fast jede vierte Anlage in Rheinland-Pfalz befindet sich auf dem Gebiet dieses Landkreises. Mit knapp 31 MW verteilt auf 116 Bioenergieanlagen liegt der ländlich geprägte Eifelkreis Bitburg-Prüm somit an der Spitze der rheinland-pfälzischen Kommunen. Der Bestand aus Bioenergie pro 1.000 Einwohner liegt um das Siebenfache über dem landesweiten Durchschnitt. Eine weitere Gemeinde, die in Rheinland-Pfalz führend ist, ist der Westerwaldkreis mit 29 MW installierter Leistung.
Bioenergie leistet zur Gesamtstromerzeugung zwar nur einen geringen Beitrag, stellt regional jedoch einen zentralen Baustein zur klimaneutralen Energieversorgung dar. Dabei gilt sie als kontinuierlich verfügbare, speicherbare und flexibel einsetzbare erneuerbare Energiequelle. Als Ergänzung zu Wind- und Solarenergie trägt sie zur Stabilität des Energiesystems bei und nutzt gleichzeitig regionale Ressourcen.
In Rheinland-Pfalz, wo rund 39 % der Landesfläche landwirtschaftlich genutzt werden, bietet Biomasse besondere Chancen. Jedes Jahr fallen in der Landwirtschaft erhebliche Mengen an Pflanzenresten, Wirtschaftsdüngern (z.B. Gülle) und weiteren organischen Reststoffen an, die zur Stromerzeugung, zur Wärmeerzeugung oder im Verkehr genutzt werden können. Ihre energetische Verwertung ermöglicht nicht nur die regionale Erzeugung erneuerbarer Energie und die sektorübergreifende Nutzbarkeit, sondern trägt auch zur Stärkung der Wertschöpfung im ländlichen Raum bei. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung der Biomasseressourcen eine wesentliche Voraussetzung für die Vermeidung negativer ökologischer Folgen wie Verarmung der Böden oder Entwaldung darstellt.
Quelle/ Foto: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
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