Ausstellung „Hängengeblieben / Stayed“ im Stadtmuseum ab 5. Februar

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Ausstellung „Hängengeblieben / Stayed“ im Stadtmuseum Kaiserslautern

Das Stadtmuseum Kaiserslautern (Theodor-Zink-Museum│Wadgasserhof) zeigt ab Samstag, 05. Februar 2022, die neue Sonderausstellung „Hängengeblieben / Stayed“. Im Mittelpunkt stehen Lebensgeschichten von Personen aus den USA, die aus den unterschiedlichsten Gründen in Deutschland geblieben sind. Gezeigt werden 15 großformatige Hochglanzfotografien des Kaiserslauterner Fotografen Thomas Brenner, die um Texttafeln mit entsprechenden Biografien ergänzt sind. Konzipiert wurde die Ausstellung, die um 11:00 Uhr eröffnet wird, von Michael Geib, Leiter des Docu Center Ramstein (DCR). Die Ausstellung ist zweisprachig, in Deutsch und Englisch, aufgebaut und kann während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Diese sind Mittwoch bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Zur Ausstellung ist außerdem ein 36-seitiger Begleitkatalog mit allen Portraits und Texten, ebenfalls in Deutsch und Englisch, erschienen.

Seit den frühen 1950er Jahren ist das US-Militär in Rheinland-Pfalz präsent. Die Zahl der US-Bürgerinnen und -Bürger, die seither als Militärs, deren Angehörige oder Zivilangestellte hier gelebt haben, geht in die Millionen. Zeitweise machten sie fünf Prozent der rheinland-pfälzischen Gesamtbevölkerung aus, aktuell wird ihre Zahl zwischen Vierzig- und Fünfzigtausend geschätzt.

In den vergangenen Jahrzehnten sind neben all jenen, die nach der Dienstzeit in ihre Heimat zurückgekehrt sind, auch einige bei uns geblieben. Genaue Zahlen und Hintergründe sind bisher nicht bekannt, weshalb das Docu Center Ramstein in seinem Ausstellungprojekt „Hängengeblieben / Stayed“ ein erstes Augenmerk auf genau diese Personen richtet, die sich zum Bleiben in Deutschland entschieden haben. Dabei war es das Ziel, Menschen mit möglichst unterschiedlichen biografischen Hintergründen und Erfahrungen zu finden.

In Einzelgesprächen hat das DCR versucht, etwas über die individuellen Lebenswege der hier „Hängengebliebenen“ zu erfahren. Dabei standen die Beweggründe für das Verlassen der Heimat, das An- und Zurechtkommen in Deutschland sowie die ganz persönlichen Gefühle und Eindrücke im Vordergrund der Interviews. Auf deren Grundlage fertigte Thomas Brenner seine ausdrucksstarken Porträtstudien im entsprechenden Umfeld der Befragten an.

Letztendlich sind so 15 ganz persönliche Lebensgeschichten in Bild und Wort entstanden. Dabei reicht das Spektrum der Abgebildeten von einem alten Vietnam-Veteran über eine junge Deutsch-Amerikanerin in zweiter Generation bin hin zur Burgen liebenden US-Rentnerin mit jamaikanischen Wurzeln und einem Ex-Militärpolizisten, der als Zeitzeuge an seinem ehemaligen Arbeitsplatz Führungen für Besucherinnen und Besucher durchführt. Die ausgewählten Biografien erheben dabei keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr wollen die unterschiedlichen Lebensschicksale auf ein spannendes, bisher kaum beachtetes Kapitel deutsch-amerikanischer Nachkriegsgeschichte aufmerksam machen.

Die Ausstellung ist vom 05. Februar bis 10. April geöffnet.