Kaiserslautern – Dieter Burghaus erhält das Älteste Siegel der Stadt

Auszeichnung durch OB Beate Kimmel im Casimirschloss
Die Stadt Kaiserslautern hat Dieter Burghaus mit dem Ältesten Siegel der Stadt geehrt. Im Rahmen einer Feierstunde im Casimirschloss würdigte Oberbürgermeisterin Beate Kimmel sein jahrzehntelanges Engagement für Baukultur, Denkmalschutz und Stadtentwicklung.
Die Auszeichnung gelte, so Kimmel, Menschen, „die sich besondere Verdienste um die Stadt Kaiserslautern erworben haben und durch ihr Verhalten und Wirken ein über das allgemeine Maß hinausgehendes Verhältnis zur Stadt Kaiserslautern entwickelt haben“. Dies treffe, so Kimmel, „ziemlich genau auf Sie zu“.
Das Stadtoberhaupt hob die enge Verbundenheit Burghaus’ mit der Stadt hervor. Sein Einsatz sei „nie auf eine berufliche Aufgabe beschränkt“ gewesen, sondern Ausdruck einer tiefen Identifikation mit Kaiserslautern und seinem baukulturellen Erbe. „Der Erhalt und die Pflege unseres kulturellen Erbes sind für Sie weit mehr gewesen als ein Beruf. Sie waren eine Lebensaufgabe.“ Diese Haltung habe sichtbare Spuren in der Stadt hinterlassen – in erhaltenen Gebäuden und einem gestärkten Bewusstsein für Stadtgeschichte. Besonders würdigte Kimmel seine Rolle in der Altstadtsanierung: „Sie haben diesen Wandel nicht nur beobachtet. Sie haben ihn mitgestaltet.“
Auch sein Engagement als stellvertretender Vorsitzender des Vereins für Baukultur und Stadtgeschichte Kaiserslautern fand Anerkennung. Der Verein habe sich als konstruktiver Partner der Stadt verstanden, „nicht als Verein des bloßen Widerspruchs. Sondern als Verein des Mitgestaltens“. Gemeinsam mit der Vereinsvorsitzenden Karin Kolb habe Burghaus zahlreiche Projekte geprägt. „Es war die Gemeinschaft Kolb-Burghaus, die viele Projekte gerade erst möglich gemacht hat“, so die Oberbürgermeisterin.
Zu den wichtigsten Vorhaben zählen die Sanierung der Fruchthalle, der Erhalt der Friedenskapelle, die Kammgarnfassade sowie die Huberkapelle. Diese Projekte zeigten, was bürgerschaftliches Engagement bewirken könne: „Wer heute durch Kaiserslautern geht, begegnet an vielen Stellen Ihrem Wirken.“ Auch weniger bekannte Initiativen wie das DRK-Gebäude würdigte die Oberbürgermeisterin. Sein Denkmalverständnis sei stets zukunftsgerichtet gewesen: „Denkmalschutz war für Sie nie rückwärtsgewandt, sondern immer auch Zukunftsgestaltung.“ Kimmel würdigte zudem seine kritische, aber konstruktive Haltung: „Ihr Weg war nicht immer der bequemste. Sie haben Fragen gestellt und den Finger in die Wunde gelegt.“
Bereits 2023 wurde der Verein für Baukultur und Stadtgeschichte mit dem Kulturpreis der Stadt ausgezeichnet. Die aktuelle Ehrung gehe jedoch, so Kimmel, weiter: „Heute würdigen wir ein Lebenswerk, das unsere Stadt nachhaltig geprägt hat.“ Zum Abschluss dankte sie Burghaus für seinen Einsatz: „Ich danke Ihnen für alles, was Sie für Kaiserslautern bewahrt, angestoßen und ermöglicht haben.“
Quelle/ Foto: Stadt Kaiserslautern
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