Kaiserslautern -Beisetzungen im Ruheforst erfreuen sich großer Beliebtheit

Bestattungsfläche wurde zum vierten Mal seit Bestehen erweitert
Die Bestattungsfläche des Ruheforsts in Kaiserslautern ist im Juni 2026 bereits zum vierten Mal seit seiner Eröffnung im Jahr 2012 erweitert worden. Vier wegnahe Areale von insgesamt 2,1 Hektar und mit 260 Beisetzungsstellen sind hinzugekommen. Grund für die Erweiterung ist die große Beliebtheit der alternativen Bestattungsform mitten im Pfälzerwald: Etwa 25 Prozent der Bestattungen in Kaiserslautern finden im Ruheforst statt.
Insgesamt umfasst das eingesegnete Gebiet des Kaiserslauterer Ruheforsts nun 11,1 Hektar. Die Kosten für die Erweiterung belaufen sich auf insgesamt 7.500 Euro. In nächster Zeit wird das Ruheforst-Team die Entwicklung der neuen Bereiche gezielt unterstützen, beispielsweise durch Einstiegshilfen für die Besucherinnen und Besucher. Werden die Flächen öfter besucht, werden sich nach und nach Trampelpfade bilden.
Beigeordneter und Grünflächendezernent Manuel Steinbrenner dankte den Kolleginnen und Kollegen vom Referat Grünflächen für die Gestaltung, die Organisation und die Betreuung des Ruheforsts. „Der Ruheforst lebt von Ihrem großen Engagement – auch dadurch ist dies ein ganz besonderer Ort in Kaiserslautern. Die Menschen schätzen aber auch die Natürlichkeit und die friedvolle Atmosphäre des Walds“, so Steinbrenner.
Neben den Beisetzungsstellen beherbergt der Ruheforst auch drei Andachtsplätze. Auch ein Himmelsbriefkasten des Hospizvereins Kaiserslautern sowie einen Hain von Apfelbäumen sind auf dem Areal zu finden. Der Ruheforst liegt mitten im Stadtwald, ist aber trotzdem sehr gut mit dem Auto und mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Infotafeln und ein Wegeleitsystem helfen den Besucherinnen und Besuchern vor Ort bei der Orientierung.
An einer Beisetzungsstelle, einem sogenannten Ruhebiotop, befinden sich in der Regel bis zu zwölf Grabstätten für Urnen. Ein Ruhebiotop ist eine Fläche im Wald, die als Grabfläche ausgewählt wird. Je nach Wunsch des oder der Verstorbenen befindet sich im Mittelpunkt ein Naturmerkmal, welches ein Baum, ein Sandsteinfindling, ein Strauch oder auch ein großer moosüberzogener Baumstumpf sein kann. Zweimal jährlich werden die Bäume an den Wegen zwecks Verkehrssicherung kontrolliert, ansonsten wird der Wald sich selbst überlassen. Daher ist auch keine Grabpflege vorgesehen und notwendig.
Es gibt Gemeinschafts- oder Familienbiotope. Bei einem Gemeinschaftsbiotop können eine oder mehrere einzelne Grabstätten erworben werden. Bei einem Familienbiotop werden alle zwölf Grabstätten zusammen erworben, die an dem jeweiligen Ruhebiotop für die Familie, aber auch für Freunde und über mehrere Generationen genutzt werden können. Auch Einzelbiotope können vergeben werden. Die Anbringung von einheitlichen kleinen, dezenten Tafeln mit den Namen der Verstorbenen ist möglich. Bislang haben insgesamt 4.400 Bestattungen im Ruheforst Kaiserslautern stattgefunden.
Wer sich für den Ruheforst interessiert, ist herzlich eingeladen, sich bei einer kostenlosen Führung zu informieren, die einmal im Monat sonntags stattfindet. Der Treffpunkt ist am Parkplatz West I an der Mannheimer Straße stadtauswärts. Festes Schuhwerk ist auf den Waldwegen von Vorteil, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Quelle/ Foto (c): Stadt Kaiserslautern
BU1: Die Entwicklung des Ruheforsts ist an den Hinweistafeln gut erkennbar.
BU2: Grünflächen-Dezernent Manuel Steinbrenner (rechts) und Kai Kehl von der Flächenunterhaltung des Ruheforsts im Gespräch auf einem Findling.
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