Kaiserslautern – Barbarossa-Siegel für Klaus Weichel

Stadt Kaiserslautern würdigt langjähriges Wirken für Stadt und Region
Mit dem Barbarossa-Siegel hat die Stadt Kaiserslautern gestern ihren ehemaligen Oberbürgermeister Klaus Weichel für seine herausragenden Verdienste um die Stadt und die Region ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde im Turmzimmer des Pfalzgrafensaals würdigte Oberbürgermeisterin Beate Kimmel in ihrer Laudatio Weichels langjähriges Engagement für die Entwicklung Kaiserslauterns sowie seine Fähigkeit, wissenschaftliches Denken, politische Gestaltungskraft und gesellschaftliche Verantwortung miteinander zu verbinden.
„Klaus Weichel hat unsere Stadt über viele Jahrzehnte hinweg mit Weitblick, Haltung und außergewöhnlichem Engagement weit über sein Amt hinaus geprägt. Er hat früh Potenziale erkannt, Menschen zusammengebracht und Entwicklungen angestoßen, die Kaiserslautern bis heute zugutekommen“, betonte Kimmel. Als Oberbürgermeister habe er die Stadt durch zahlreiche wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen geführt und wichtige Impulse für ihre Entwicklung als Hochschul-, Wissenschafts- und Innovationsstandort gesetzt. Besonders am Herzen lagen ihm die enge Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtgesellschaft sowie die langfristige Entwicklung zentraler Zukunftsprojekte wie des Pfaff-Areals.
Neben seinem kommunalpolitischen Wirken engagierte sich Weichel in zahlreichen Ehrenämtern, unter anderem beim Pfälzerwald-Verein, beim Deutschen Roten Kreuz, in der ZukunftsRegion Westpfalz sowie im Bezirksverband Pfalz. Seine Arbeit war dabei stets von dem Anspruch geprägt, Verantwortung für die Stadt, die Region und die Menschen zu übernehmen.
In ihrer Laudatio beschrieb Kimmel Weichel als analytischen und präzisen Denker, der sich mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit in komplexe Themen einarbeiten könne. Gleichzeitig sei er immer ein Mensch mit großer Leidenschaft für die Dinge gewesen, die ihm wichtig seien. Sein politisches Handeln sei von Haltung, Beharrlichkeit und dem festen Willen bestimmt gewesen, Entwicklungen aktiv zu gestalten.
In seiner Dankesrede zeigte sich Klaus Weichel sichtlich bewegt, auch darüber, dass auf dem Barbarossa-Siegel nun die Namen beider Oberbürgermeistergenerationen stünden. Er erinnerte an einen Satz, der ihn über viele Jahre begleitet habe: „Deine Verpflichtung ist es: Tue das, was du vermagst. Das bist du dir und der Gesellschaft schuldig. Mehr kann man nicht von dir verlangen. Aber drunter bleiben sollst du auch nicht.“ Diese Worte seien für ihn zu einer persönlichen Lebensmaxime geworden und hätten sein Wirken in vielen Bereichen beeinflusst.
Mit einem Augenzwinkern sprach Weichel über sein Verhältnis zu Auszeichnungen. Lange habe er versucht, diese zu umgehen. Inzwischen sei er jedoch zu der Erkenntnis gelangt, dass sich der Alterungsprozess auch durch die Verweigerung von Ehrungen nicht aufhalten lasse. Zugleich bedankte er sich für die zusätzlich überreichte Anstecknadel, die das traditionsreiche, aber durchaus stattliche Barbarossa-Siegel künftig um eine alltagstaugliche Variante ergänze.
Einen besonderen Dank sprach er Oberbürgermeisterin Beate Kimmel für die jahrzehntelange gemeinsame Arbeit sowie seiner Familie und Weggefährten für ihre Unterstützung aus.
Quelle/ Foto: Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (links) und Klaus Weichel (rechts) mit dem Barbarossasiegel.
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