Kaiserslautern – Aus Lautrer Liebe für die Stadt von morgen

Stadt treibt im Jubiläumsjahr Energiesparmaßnahmen in städtischen Gebäuden voran
Im Rahmen der Mitmachkampagne zum Stadtjubiläum „Aus Lautrer Liebe für die Stadt von morgen“ hat die Stadt Kaiserslautern ehrgeizige Ziele rund ums Thema Klimaschutz und Energiesparen ausgerufen – und geht dabei selbst mit gutem Beispiel voran. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Projekte zur Reduktion von CO₂-Emissionen in städtischen Gebäuden und Infrastrukturen. Insgesamt werden durch die bereits gestarteten beziehungsweise geplanten Maßnahmen jährliche Einsparungen von rund 435 Tonnen CO₂ erwartet. Hinzu kommen weitere erhebliche Einsparpotenziale durch den Ausbau des Energiemanagements sowie zusätzlicher Photovoltaikanlagen.
Ein wichtiger Bestandteil der Maßnahmen ist der Ausbau von Batteriespeichern an städtischen Gebäuden mit Photovoltaikanlagen. Bereits in Betrieb genommen wurden – wie bereits Ende April berichtet – drei Batteriespeicher an der Kita Mini Max sowie in den Sporthallen der Bännjerrück- und der Luitpoldschule. Drei weitere Speicher sind bereits beauftragt und sollen an der Kita Kleine Strolche, der Grundschule Dansenberg sowie der Sporthalle des Albert-Schweitzer-Gymnasiums installiert werden. Eine weitere Anlage befindet sich derzeit in Planung. Sobald alle sieben Batteriespeicher in Betrieb sind, werden jährliche CO₂-Einsparungen von rund 100 Tonnen prognostiziert. Die Speicher erhöhen den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms deutlich und reduzieren dadurch den Strombezug aus dem Netz sowie die damit verbundenen Emissionen.
Einen besonders großen Beitrag zur CO₂-Reduktion leisten die energetischen Sanierungsmaßnahmen in städtischen Gebäuden. Durch die Umstellung gasbetriebener Heizungsanlagen auf städtische Fernwärme in sieben Liegenschaften werden künftig jährlich rund 185 Tonnen CO₂ eingespart. Weitere rund 20 Tonnen CO₂ sollen durch den Einbau von Wärmepumpen in zwei Gebäuden reduziert werden. Zusätzlich werden in neun Liegenschaften sogenannte Wärmepumpen-Hybridanlagen installiert, die zu 65 Prozent mit Strom und zu 35 Prozent mit Gas betrieben werden. Hierdurch werden weitere rund 55 Tonnen CO₂ jährlich eingespart. Eine dieser Anlagen ist bereits in der Grundschule Erzhütten in Betrieb.
Auch die Umrüstung der Innenraumbeleuchtung auf moderne LED-Technik trägt zur Emissionsreduzierung bei. In fünf städtischen Liegenschaften werden dadurch jährlich rund 31 Tonnen CO₂ eingespart. Weitere Einsparungen ergeben sich durch die energetische Sanierung der thermischen Gebäudehülle in drei Gebäuden, wodurch sich der Energieverbrauch zusätzlich reduziert. Das prognostizierte Einsparpotenzial liegt hier bei rund 45 Tonnen CO₂ pro Jahr.
Darüber hinaus startet im Juli 2026 die Einführung eines digitalen Energiemanagementsystems. Ziel ist es, die Verbräuche von Strom, Wärme und Wasser in städtischen Gebäuden systematisch zu erfassen, zu analysieren und dauerhaft zu senken. Durch die kontinuierliche Optimierung der Verbräuche werden zusätzliche Einsparungen von zehn bis zwanzig Prozent erwartet. Neben der Reduzierung von Kosten soll dadurch insbesondere der Ausstoß von Treibhausgasen weiter minimiert werden.
Auch beim Ausbau erneuerbarer Energien verfolgt die Stadt ambitionierte Ziele. Ursprünglich war vorgesehen, im Jubiläumsjahr mindestens 750 Kilowattpeak zusätzliche Photovoltaikleistung auf städtischen Dächern zu installieren. Aktuell laufen bereits Machbarkeitsstudien und Angebotseinholungen für zwei größere Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 1.000 Kilowattpeak. Die Stadt strebt an, diese Anlagen noch im Laufe des Jahres 2026 zu realisieren und damit einen weiteren wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung zu leisten.
Die Kampagne „Aus Lautrer Liebe für die Stadt von morgen“ verbindet städtische Klimaschutzmaßnahmen mit einer Mitmachaktion für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Institutionen. Unter den Leitbegriffen „Energie für Lautre“, „Wärme für Lautre“ und „Grün für Lautre“ sollen möglichst viele Projekte sichtbar gemacht werden, die 2026 zu einer nachhaltigeren und klimaresilienteren Stadt beitragen. Über ein digitales Dashboard im städtischen Geoportal sollen die Fortschritte künftig transparent dargestellt werden – von installierter PV-Leistung über eingesparte CO₂-Mengen bis hin zu weiteren Klimaschutzmaßnahmen.
Quelle: BU: Die Turnhalle des Albert-Schweitzer-Gymnasiums verfügt wie so einige städtische Gebäude bereits seit Jahren über eine PV-Anlage. In diesem Jahr sollen noch weitere Gebäude aufgerüstet werden.
Foto: Stadt Kaiserslautern
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