Notvorrat anlegen: Lebensmittel, Hygiene, Technik – Diese Dinge solltest du im Ernstfall immer zu Hause haben

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Frau beim Notvorrat anlegen im Supermarkt

Aktuell scheinen die schlechten Nachrichten nicht abzureißen – nach Beginn der Corona Pandemie mit all ihren schwerwiegenden Folgen im Jahr 2020 schockiert uns nun der Krieg in der Ukraine, der sich bei uns schon jetzt mit steigenden Preisen für Energie und Lebensmittel bemerkbar macht.

Viele Menschen sind verunsichert und machen sich Sorgen um die Zukunft. Immer öfter stellt sich auch die Frage, wie sich Privatpersonen auf einen Ernstfall vorbereiten können.

Mit Ernstfall ist dabei nicht unbedingt ein Krieg oder eine Pandemie gemeint – schon ein längerer Stromausfall, bspw. verursacht durch ein Unwetter oder einen Hacker-Angriff, kann dafür sorgen, dass Lieferketten unterbrochen werden und es für einige Tage oder Wochen zu Versorgungsengpässen kommt.

In einem solchen Fall sollte jeder Haushalt neben genügend Getränken und Lebensmitteln einige Dinge vorrätig haben – dazu zählen u.a. Medikamente, Hygieneartikel, technische Geräte und bestimmte Dokumente. Welche das genau sind, erfährst du in diesem Artikel.

Anmerkung: Dies soll keine Aufforderung zu Hamsterkäufen sein, sondern vielmehr dazu beitragen, diese zu vermeiden. Wer auch in „normalen“ Zeiten einen Vorrat zu Hause hat, muss im Krisenfall nicht mehr einkaufen.

Inhaltsverzeichnis:

      1. Welche Lebensmittel und Getränke sollten vorrätig sein?
      2. Welche Hygieneartikel gehören in den Notvorrat?
      3. Welche Produkte gehören in die Notfallapotheke?
      4. Welche technischen Geräte und sonstige Dinge sollte man zu Hause haben?
      5. Fazit zum Theme Notvorrat anlegen

    Welche Lebensmittel und Getränke sollten vorrätig sein?

    Lebensmittel sind zweifelsohne der wichtigste Punkt beim Anlegen eines Notvorrats. Im Ernstfall solltest du genug Essen und Trinken zu Hause haben, um dich 10 Tage autark versorgen zu können.

    Diese Lebensmittel sollte dein Notvorrat pro Person im Haushalt mindestens beinhalten:

        • 15 Liter Getränke
        • 5 Liter Wasser (nicht nur zum Trinken, sondern auch zur Zubereitung von Lebensmitteln)
        • 3,5 Kilogramm Getreide bzw. Getreideprodukte (z.B. Brot), Nudeln, Reis oder Kartoffeln
        • 2,5 Kilogramm Obst (frisch oder in der Dose)
        • 4 Kilogramm Hülsenfrüchte und Gemüse
        • 2,5 Kilogramm Milch und Milchprodukte
        • 1,5 Kilogramm Fleisch, Fisch, Eier (bzw. Volleipulver) oder entsprechende Ersatzprodukte
        • 0,5 Kilogramm/Liter Fett oder Öle (z.B. zum Braten)
        • Nach Belieben weitere Dinge, die man gerne isst (z.B. Süßigkeiten, salzige Snacks, Aufstriche, Fertiggerichte, die nicht gekühlt werden müssen, etc.)

    Achte darauf, vor allem auf haltbare Lebensmittel zu setzen. Obst und Gemüse sollte am besten in Gläsern oder Konserven gekauft werden, dasselbe gilt Fisch und Fleisch.

    Ausnahmen bilden frische Produkte, die sich länger lagern lassen, z.B. Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten oder Knoblauch – diese sollten jedoch kühl und trocken gelagert und alle paar Wochen auf Schädlinge kontrolliert werden. Des Weiteren solltest du diese Vorräte im Auge behalten, um sie aufzubrauchen, bevor sie schlecht werden und dann wieder mit frischer Ware ersetzen.

    Sehr gut für Vorräte geeignet sind auch bspw. Fertiggerichte wie Dosenravioli, die komplett verzehrfertig sind und sich mehrere Jahre halten.

    Wenn du getrocknete Produkte einlagerst, denke an den zusätzlichen Wasservorrat, der benötigt wird, um diese Produkte zum Verzehr vorzubereiten.

    Der „Lebende Vorrat“

    Generell solltest du nur Produkte einlagern, die du auch im Alltag gerne isst und dir ein System zur Lagerung überlegen, sodass ältere Produkte immer zuerst aufgebraucht werden. Stelle hierzu z.B. neu gekaufte Lebensmittel immer hinten ins Regal und bediene dich bei Bedarf an den Dingen, die ganz vorne stehen.

    Auch weiße Etiketten, die du mit dem Ablaufdatum versehen und auf die Produkte kleben kannst helfen dir dabei, den Überblick zu behalten, denn das Mindesthaltbarkeitsdatum steht meistens relativ versteckt auf den Lebensmitteln.

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Welche Hygieneartikel gehören in den Notvorrat?

Beim Anlegen eines Notvorrats solltest du auch an Hygieneartikel denken, die nötig sind, um die grundlegende Körperpflege aufrecht zu erhalten und Krankheiten vorzubeugen.

Dazu zählen die folgenden Produkte:

      • 2-3 Stück Seife
      • Waschmittel (z.B. für Camping-Bedarf)
      • Schmierseife
      • Eine Zahnbürste pro Person
      • Zahnpasta
      • Küchenpapier (Zewa o.ä.)
      • Toilettenpapier
      • Geschirr
      • Besteck
      • Müllbeutel
      • Campingtoilette mit Ersatzbeuteln
      • Desinfektionsmittel
      • Haushaltshandschuhe

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Welche Produkte gehören in die Notfall-Hausapotheke?

Auch die medizinische Grundversorgung sollte im Ernstfall gesichert sein. Dafür empfiehlt es sich, die folgenden Medikamente und Gegenstände immer zu Hause zu haben:

      • Schmerzmittel
      • Medikamente gegen Erkältungskrankheiten
      • Medikamente gegen Durchfall
      • Ärztlich verordnete Medikamente
      • Wunddesinfektionsmittel
      • Hautdesinfektionsmittel
      • Mittel gegen Insektenstiche
      • Sonnenschutz-Mittel
      • DIN-Verbandskasten
      • Fieberthermometer
      • Splitterpinzette

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Welche technischen Geräte und sonstigen Dinge sollte man zu Hause haben?

Sollte plötzlich der Strom ausfallen und für längere Zeit nicht verfügbar sein, ist es bspw. nicht mehr möglich, sein Handy aufzuladen oder zu kochen. Auch Heizung, Geldautomaten und u.U. auch die Wasserversorgung funktionieren dann nicht mehr.

Aus diesem Grund solltest du dir die folgenden Dinge zulegen, um im Notfall auf der sicheren Seite zu sein:

      • Streichhölzer und Feuerzeuge
      • Kerzen und Teelichter
      • Ein Camping-Kocher mit ausreichend Brennmaterial
      • Ein gutes Taschenmesser
      • Einen Dosenöffner
      • Eine Taschenlampe
      • Schutzmasken bzw. Atemschutz (z.B. FFP2-Masken)
      • Ausreichend Bargeld
      • Eine Powerbank für dein Handy/Smartphone, am besten solarbetrieben
      • Ein Notfall-Vorrat an allen Batterien, die du brauchst
      • Ein Rundfunkgerät mit Batterie und/oder Solarfunktion
      • Einen Feuerlöscher
      • Eine Heizgelegenheit

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Powerbank für das Handy/Smartphone

Wenn der Strom für längere Zeit ausfällt oder man schnell sein Haus verlassen muss, ist es äußerst wichtig, dass man sein Handy nutzen kann, um mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben – sei es über Telefongespräche oder das Internet. Deshalb sollte man in einem solchen Fall immer eine voll aufgeladene Powerbank zur Verfügung haben, um unabhängig von anderen Stromquellen zu sein.

Am praktischsten sind Powerbanks, die zusätzlich noch über eine Solar-Ladefunktion verfügen. Sie lassen sich konventionell über die Steckdose aufladen, bei einem längeren Stromausfall bietet sich jedoch auch die Möglichkeit, Sonnenlicht zum Laden des Akkus zu nutzen.

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Rundfunkgerät / Radio

Sollten alle Stricke reißen, ist in der Regel das Radio die letzte Möglichkeit, um mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben und wichtige Informationen zu erhalten. Deshalb solltest du beim Anlegen deines Notvorrats unbedingt daran denken, dir ein UKW-Radio anzuschaffen, dass über Batterie läuft. Auch hier ist eine Solar-Ladefunktion vorteilhaft, falls mal keine Batterien zur Hand sind – viele Modelle lassen sich auch mithilfe einer eingebauten Kurbel wieder aufladen.

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Fazit zum Thema Notvorrat anlegen

Wie schon anfangs erwähnt, soll dieser Artikel auf keinen Fall ein Aufruf zum Hamstern sein, sondern dafür sensibilisieren, dass es für jeden sinnvoll ist, sich mit der Zeit einen gut durchdachten Notvorrat anzulegen, um im Krisenfall vorbereitet zu sein.

Dabei muss es sich nicht gleich um Krieg oder eine Pandemie handeln, schon ein längerer Stromausfall oder eine Treibstoff-Knappheit können Lieferengpässe verursachen und die Versorgung der Bevölkerung in manchen Bereichen vorübergehend einschränken – während die anderen in den Supermarkt eilen, kannst du zu Hause bleiben und hast schon alles, was du brauchst. So bleibt auch mehr für diejenigen übrig, die es nötig haben.

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