Avada Car Dealership Logo
Lade Veranstaltungen

Chawwerusch Theater zeigt Produktion zum Thema „Älterwerden“

 

Am 26. (20 Uhr) und am 27.9. (18.30 Uhr) ist das Chawwerusch-Theater auf unserer Werkstattbühne mit „Zwei Frauen falten sich“ zu Gast.

„Zwei Frauen falten sich – bewegt Altern“ ist der Name der Chawwerusch-Produktion in der Miriam Grimm und Monika Kleebauer – zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen –
zu sehen sind. Die beiden beschäftigen sich an diesem Abend mit der Lebenszeit nach dem 40. Geburtstag. Was kommt danach? Ab wann ist man alt? Warum sind ältere Frauen in den
Medien und der Öffentlichkeit kaum zu sehen, sogar unsichtbar? Die Schauspielerinnen schlüpfen dabei in unterschiedliche Rollen und richten den Blick sowohl auf sich selber und
nach innen, als auch auf die Gesellschaft, die ihre Körper und ihr Älterwerden wahrnimmt, bewertet und kommentiert.
„Sag mal Miriam, wie alt bist du eigentlich?“ Diese Frage bleibt erst mal unbeantwortet und muss mehrere Mal gestellt werden, bevor sie wahrheitsgemäß beantwortet wird. Und
wahrscheinlich viele ältere Frauen kennen den Impuls, auf diese Frage nicht zu antworten oder auszuweichen. Warum ist das so? Und kann man sich mit der Nennung des eigenen
Alters wirklich „nur Feinde machen“? Die beiden Spielerinnen beschäftigen sich mit dem Thema „Älterwerden“ ganz ohne Ausweichen und Scham, aber mit viel Neugier und
Bewegungsfreude. Es geht um das, was alles nicht mehr geht, aber auch um alles, was noch geht oder neu geht. Um Einsamkeit und Altersdiskriminierung, um neu gewonnene
Freiheiten und Freundschaften. Die einzelnen Szenen, Dialoge und Lieder sind aus eigenen biografischen Erfahrungen, aus einem Bewegungsworkshop mit verschiedensten Frauen
zwischen 40 und 80 Jahren und aus Intensiv-Interviews entstanden. Die beiden Spielerinnen bringen so die Stimmen einer ganzen Schar von Frauen auf die Bühne, die von ihrem Leben
erzählen und davon, wie es ihnen in den unterschiedlichen Lebensphasen ergangen ist. Auch die Erfahrungen und Meinungen der Zuschauer*innen spielen bei diesem offenen
Konzept eine Rolle und so wird jede Vorstellung zu einem sehr persönlichen und berührenden Abend – für alle Zuschauenden, unabhängig vom Geschlecht.
Immer wieder blitzt dabei das pralle Leben auf und wechselt sich ab mit leisen berührenden Momenten. Zu Abbas „Dancing Queen“ kann man sich mit 70 so glücklich und
selbstvergessen drehen wie mit 17 – ganz ohne einen Spagat machen zu müssen. In der Geschichte eines Hochzeitsbrauchs offenbart sich im hemmungslosen Tanz der weisen alten.

Frauen eine große starke Gemeinschaft, die das Leben in jedem Atemzug genießt. Ihre Lebensfreude ist so groß, dass sie sogar in den Jungen die Sehnsucht nach dieser Zeit des
Alters weckt, in der sie erfüllt sein werden von Leben, Würde und Wissen. Liam Clancy war bereits in der Expeditions-Produktion „Livename“ für die Choreografie
zuständig. Er ist Tänzer, Choreograf und Feldenkrais-Lehrer und hat in „Zwei Frauen falten sich“ neben der Choreografie auch die Regie übernommen. In seiner Inszenierung sind die
beiden sich bewegenden Frauenkörper im Bühnenraum ein Statement gegen die Unsichtbarkeit von älteren Frauen im öffentlichen Raum und für einen wertungsfreien
offenen Blick auf Körper, die nicht mehr jung sind. Ziel ist es, ein bewegtes und bewegendes Stück übers Älterwerden auf die Bühne zu bringen, das mit Humor und Tiefgang viele
Fragen aufwirft, die in weiterführenden Gesprächen nach der Vorstellung gerne vertieft werden können.
Gar nicht altersgrau sind die sich wandelnden Kostüme, bunt und gefaltet lassen sie jede Bewegung ihrer Trägerinnen zu und versinnbildlichen eine Vielzahl an erlebten Geschichten
und Gefühlen. So besteht zum Beispiel der reifrockunterstützte bunte Faltenrock aus vielen unterschiedlichen Rest-Stoffen, die nicht entsorgt werden, sondern im Rampenlicht nochmal
sichtbar werden dürfen. Die Bühne lässt viel Raum für Bewegung. Nur zwei Stühle und einige wenige Requisiten unterstützen den Ausdruck von Gesicht und Körper der
Spielerinnen (Kostüm- und Bühnenbild: Marie Sophie Heinen). „Zwei Frauen falten sich“ wurde gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz.

Karten unter www.pfalztheater.deVorverkauf@pfalztheater.bv-pfalz.de

 

Nach oben