Pirmasens – Gesundheit, Sicherheit und Selbstständigkeit auf dem Schulweg

Ab sofort können sich die Pirmasenser Grundschulen für die kostenlose Teilnahme am Sporteln-Spielen-Toben-Bewegungs-Pass (SpoSpiTo) 2026 anmelden.
Unterstützt von der Stadt Pirmasens, geht die erfolgreiche Aktion vor Ort in die dritte Runde. Im vergangenen Jahr haben bereits die zwei Pirmasenser Grundschulen Husterhöhe und Sommerwald den SpoSpiTo eingeführt.
Im Mittelpunkt der bundesweiten Aktion stehen die Themen Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz auf dem Schulweg. Erklärtes Ziel ist es, dass möglichst viele Kinder zu Fuß, mit dem Rad, Tretroller oder Omnibus zur Schule kommen. Die Herausforderung: innerhalb von sechs Wochen mindestens 20 Mal ohne Elterntaxi zur Schule zu kommen.
Als Anerkennung, dass sie diese Aufgabe gemeistert haben, erhalten teilnehmende Mädchen und Jungen der beteiligten Schulen eine Urkunde. Doch der eigentliche Lohn ist eine tägliche Bewegungseinheit noch vor Unterrichtsbeginn – und der Stolz, den Weg zur Schule selbst zurückgelegt zu haben.
Anmeldung bis spätestens Freitag, 06. Februar 2026, unter www.spospito-bewegungspass.de
Hintergrund: Es ist gut gemeint, aber gefährlich: Sein Kind in die Schule zu fahren, birgt oft mehr Gefahren, als es selbst gehen zu lassen. Vor der Schule entstehen durch den erhöhten Verkehr oftmals unkalkulierbare Sicherheitsrisiken für die Schulkinder, die sich dort aufhalten oder ein- und aussteigen.
Ein weiterer Aspekt: Durch regelmäßige Hol- und Bringdienste geht die selbstständige Mobilität von Schulkindern immer mehr verloren. Nur durch aktive Teilnahme am Straßenverkehr und das Vorbild der Eltern lernen Mädchen und Jungen sicheres Verhalten. Deshalb empfehlen die Experten des ADAC Pfalz und der Verkehrswacht Pirmasens, den Schulweg grundsätzlich zu Fuß zu gehen.
Wohnen die Kinder zu weit entfernt von der Schule und sind deshalb auf das „Elterntaxi“ angewiesen, sollten die betreffenden Eltern zumindest nicht direkt vor der Schule halten. Andernfalls entstehen dort gefährliche Situationen für alle Kinder, wenn es zu unübersichtlichen Halte- und Wendemanövern kommt. Besser ist es, die Mädchen und Jungen in 200 bis 300 Metern Entfernung vom Schultor abzusetzen. Sie können dann den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen, eventuell gemeinsam mit Klassenkameraden, die sie dort treffen. Zusätzliche Straßenüberquerungen können vermieden werden, wenn die Straßenseite angesteuert wird, die an der Schule liegt.
Ideal sind speziell ausgewiesene Hol- und Bringzonen, wie sie beispielsweise die Stadt Pirmasens bereits im Jahr 2016 an den Grundschulen in Gersbach und Winzeln eingerichtet hat – mit finanzieller Unterstützung des ADAC Pfalz. Hier können Eltern ihre Kinder absetzen und wieder einladen, ohne selbst ein Verkehrsrisiko im Umfeld der Schule darzustellen. Für die Kinder bietet der „Mini-Schulweg“ immerhin ein kleines Stückchen Freiheit und die Möglichkeit, sich selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen.
Stadt Pirmasens
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