Historische Pfalz – Klosterruine Limburg

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Historische Pfalz – Klosterruine Limburg

Die Limburg – einst eine Burg, dann ein Kloster und heute Ruine.

Gelegen am östlichen Rande des Pfälzer-Waldes verziert die Kloster-Ruine Limburg Bad Dürkheim, eine geschichtsträchtige Stadt in der Südpfalz. Von hier lässt sich die Limburg über schöne Wanderrouten durch den Wald zu Fuß, aber auch mit dem Auto erreichen.

Die Geschichte der Limburg

Die Limburg war – wie bereits erwähnt – ursprünglich eine Burg, die unter der Herrschaft von Wormser Grafen im 9. Jahrhundert errichtet wurde. Wie sie damals ausgesehen hat weiß man nicht, weil sie später zu einem Hauskloster und anschließend im Jahre 1025 zu einer Abtei des Benediktinerordens umgebaut wurde. Das Kloster wurde zwar zum Namen „Kloster zum Heiligen Kreuz“ getauft, behielt aber umgangssprachlich weiter den Namen Limburg.

Im 13. Jahrhundert wurde unter der Herrschaft der Grafen von Leiningen die Hardenburg auf einem Gelände, welches Eigentum des Klosters war, errichtet. Das Kloster wurde aber später dafür entschädigt. Die Hardenburg übernahm die Aufgabe eines militärischen Stützpunktes.


Foto von Ursula Engelmann

Durch die neuen Umstände kam es öfter zu Konflikten zwischen dem Kloster und den Leiningern, bis man das Kloster 1504 niederbrannte.

In den folgenden Jahren sollte das Kloster wiederaufgebaut werden. Der Wiederaufbau wurde jedoch durch Bauernaufstände 1525 unterbunden, was dazu führte, dass sich nur noch wenige Mönche im Kloster aufhielten. Später baute man das Kloster nur noch teilweise auf, der Rest verblieb als Ruine.


Foto von Ursula Engalmann

Foto von Daniel Preuß

Als Folge der Reformation wurden zudem römisch-katholische Gottesdienste im Kloster untersagt. Im Jahr 1562 wurde durch Abt Johann IV von Bingenheim die Aufnahme neuer Mönche untersagt. Nachdem dieser verstarb, wurde kein Nachfolger gewählt und das Kloster von der Kurpfalz annektiert.

Zwischenzeitlich gab es in der Pfalz mehrere Machtwechsel und Versuche, das Kloster zu annektieren. Nach dem dreißigjährigen Krieg wurde es dann als Steinbruch genutzt.

Im Jahre 1843 kaufte die Stadt Bad Dürkheim das Kloster vom Staat und ließ Gärten um das Kloster herum anlegen. Außerdem wurden zu diesem Zeitpunkt auch schon erste Maßnahmen zur Erhaltung der Ruinen ergriffen.

Seit 1900 gab es mehrere Sanierungsarbeiten und Grabungen am Kloster. Außerdem wurde auch (teilweise aus Sicherheits-Gründen) die Burg baulich erweitert und für pädagogische Zwecke wiedereingerichtet.

Die Limburg heute

Heute befindet sich im Kloster eine Klosterschänke und es finden außerdem Veranstaltungen statt. Zudem werden in der Krypta auch Trauungen durchgeführt.

Des Weiteren ist das Kloster kostenlos zugänglich für Besucher.