Das Auto wird schnell zur Hitzefalle

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txn. Manchmal reichen nur wenige Minuten, um aus dem Auto eine Hitzefalle für Hunde zu machen. Tierbesitzer sollten ihre Lieblinge im Sommer deswegen zu Hause lassen und sie nicht im Auto zum Einkaufen mitnehmen. Foto: S. Stockinger/123rf/Barmenia

txn. Sommer und Sonne gehören zusammen und viele lieben es, wenn es draußen richtig warm ist. Der unangenehme Effekt: Im geparkten Auto wird es in der prallen Sonne sehr schnell heiß.

Das ist vor allem ein Problem, wenn Kinder oder Hunde im Fahrzeug sind. Jedes Jahr wieder unterschätzen viele Menschen, wie schnell ein Auto zur Hitzefalle wird.

Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen und können ihre Körpertemperatur kaum selbst regulieren. Deswegen wird es für die Tiere gefährlich, wenn die Temperatur im Fahrzeug über 38 °C liegt.

Wie lange es dauert, bis das Auto sich derart gefährlich auf-heizt, weiß Peter Heise, Verkehrsexperte der Barmenia Versicherungen: „Dies hängt unter anderem davon ab, wie warm es draußen ist. Bei einer Außentemperatur von 34 °C dauert es nur zehn Minuten, bis sich der Innenraum des Fahrzeugs auf 41 °C auf-heizt. Und selbst wenn es draußen lediglich 20 °C warm ist, er-reicht die Temperatur im Fahrzeug nach einer halben Stunde bereits 36 °C.“ Wer diese Zahlen kennt, wird nicht auf die Idee kommen, Kind oder Hund „nur kurz“ im Auto zu lassen. Das spaltbreite Öffnen der Fenster hilft übrigens kaum, wie Untersuchungen gezeigt haben. Denn die Schlitze sind meist zu klein für den Luftaustausch, der ohnehin nur funktioniert, wenn es draußen windig ist. Und auch Schattenparkplätze schützen nicht vor Überhitzung.

Die Sonne wandert und wo es eben noch relativ kühl war, wird es plötzlich unangenehm heiß. Zudem heizen sich geschlossene Fahrzeuge auch ohne direkte Sonneneinstrahlung auf – nur etwas langsamer. Deswegen gilt: Kinder und Hunde in der warmen Jahreszeit niemals im Fahrzeug zurücklassen.